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RB zittert sich zum 15. Saisonsieg

RB Leipzig tat sich gegen den abstiegsgefährdeten SC Paderborn lange schwer. Am Ende sorgte Verteidiger Compper für das erlösende Tor und den 15. Saisonsieg des Zweitliga-Spitzenreiters.

© dpa

Paderborn. RB Leipzig eilt weiter in Richtung Fußball-Bundesliga. Der Tabellenführer mühte sich beim couragiert aufspielenden Tabellen-16. SC Paderborn lange, stürzte das Team von Trainer Stefan Effenberg am Freitagabend durch ein Standardtor aber tiefer in den Abstiegskampf. Den Siegtreffer beim 1:0 (0:0)-Erfolg vor 8838 Zuschauern erzielte Innenverteidiger Marvin Compper (64.).

„Was mich besonders freut ist, dass wir erneut ohne Gegentor geblieben sind“, sagte RB-Coach Ralf Rangnick bei „Sky“. Weil der Tabellendritte 1. FC Nürnberg 2:1 gegen Greuther Fürth gewann, bleibt der Abstand zum Aufstiegsrelegationsplatz für die Leipziger bei neun Punkten. „Es war heute ein großer Fight auf beiden Seiten. Am Ende werden solche Spiele oft durch Standards entschieden“, sagte RB-Stürmer Yussuf Poulsen.

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Rangnick ließ die gleiche Elf wie beim 3:0-Sieg am vergangenen Freitag gegen Union Berlin starten. Leipzig, die auswärtsstärkste Mannschaft der Liga, dominierte sofort das Geschehen und hatte nach sechs Minuten durch Dominik Kaiser bereits die erste Großchance. Der Kapitän traf aus kurzer Distanz aber nur den rechten Pfosten.

Paderborn stand zunächst tief in der eigenen Hälfte und lauerte auf Konter. Nach 17 Minuten nutzte Süleyman Koc nach einem schnell ausgeführten Freistoß einen Patzer von Lukas Klostermann, scheiterte jedoch an RB-Keeper Peter Gulacsi. Die folgende Ecke köpfte der im Winter von Leipzig nach Paderborn gewechselte Innenverteidiger Tim Sebastian knapp vorbei. Die Elf von SCP-Trainer Stefan Effenberg agierte nun mutiger und kreierte bis zur Pause mehr Torchancen als die Gäste.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit hatten die Leipziger Glück: Paderborns Thomas Bertels traf das Tor, aber Schiedsrichter Florian Meyer entschied zu Unrecht auf Abseits. „Die Niederlage ist sehr ärgerlich. Aber die Art und Weise wie wir gespielt haben gibt uns Hoffnung für die kommenden Spiele“, sagte der EX-Leipziger Sebastian.

Wie aus dem Nichts traf Compper dann für die Sachsen zur Führung. Der Innenverteidiger setzte sich nach einer Ecke von Kaiser im Strafraum durch und köpfte zum 1:0 ein. Nur fünf Minuten später hatte Emil Forsberg, der seinen Vertrag am Mittwoch bis 2021 vorzeitig verlängerte, die Chance zur Vorentscheidung. Der schwedische Nationalspieler scheiterte aber an SCP-Keeper Daniel Heuer Fernandes.

Auf der Gegenseite verhinderte Gulasci mit starkem Reflex den Ausgleich. Rangnick brachte eine Viertelstunde vor Schluss Anthony Jung für Forsberg und stärkte damit seine Defensive. Paderborn steckte jedoch nicht auf, hatte fünf Minuten vor Schluss durch den eingewechselten Jakub Sylvestr, der nur um wenige Zentimeter das RB-Tor verfehlte, eine riesige Möglichkeit zum Ausgleich. (dpa)