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Werner will wohl weg aus Leipzig 

RB macht in der Fußball-Bundesliga mit dem 2:0 gegen den VfL Wolfsburg einen großen Schritt Richtung Champions League. Doch die Freude wird getrübt.

Leipzigs Marcel Sabitzer (links) und Torschütze Timo Werner amüsieren sich während des Spiels - aus gutem Grund. © dpa/Jan Woitas

Ralf Rangnick zuckte mit den Schultern. Genervt schüttelte der Cheftrainer von RB Leipzig den Kopf. Mit Spaßfußball und Offensivdrang hatte seine Mannschaft beim 2:0 (2:0) gegen den VfL Wolfsburg den nächsten großen Schritt in Richtung Champions League gemacht. Doch anhaltende Nachfragen über den offenbar bevorstehenden Abschied von Nationalstürmer Timo Werner trübten spürbar die Stimmung.

"Ich weiß nichts von einem neuen Stand. Es ist für mich derzeit auch nicht von großer Bedeutung", sagte Rangnick, der in seiner Funktion als Manager maßgeblich für die Kaderplanungen verantwortlich ist. Große Hoffnung auf einen Verbleib des umworbenen Torjägers verbreitete er jedenfalls keine: "Ich kann nicht in die Glaskugel schauen. Mich interessiert momentan nicht, was in sechs, sieben Wochen mit seinem Vertrag passiert."

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Verantwortlich für die neue Dynamik in Sachen Werner war RB-Geschäftsführer Oliver Mintzlaff gewesen. Deutlich wie nie zuvor hatte er einen Wechsel des 23-Jährigen im Sommer angedeutet. "Wir wollen bekanntermaßen mit ihm verlängern. Aber er hat uns signalisiert, dass er eher nicht verlängern möchte", sagte Mintzlaff. "Wir müssen dann sehen, was das Richtige für uns und Timo ist." Werners Vertrag in Leipzig läuft bis 2020. Seit Monaten befinden sich beide Parteien in Verhandlungen. Ähnlich lange wird über ein Interesse des deutschen Rekordmeisters Bayern München spekuliert.

Was den Torjäger für Leipzig und München gleichermaßen interessant macht, bewies er gegen den VfL. Mit seiner Schnelligkeit stieß er immer wieder in die Lücken der Wolfsburger Abwehr. Sein Treffer zum 2:0 in der 28. Minute ebnete den Weg zum vierten Erfolg hintereinander. Auch wegen Werner zeigt RB keine Schwäche. Dessen Formkurve zeige in den vergangenen Wochen "steil nach oben", sagte Rangnick.

Mit 58 Punkten und Rang drei ist Leipzigs Ausgangslage bestens. Störfeuer wie die Debatte über Werners Zukunft kann im Klub keiner gebrauchen. "Für uns ist entscheidend, dass wir die Champions-League-Qualifikation schaffen und möglichst das Pokalfinale erreichen. Für alles andere ist Zeit nach der Saison", sagte Rangnick.

Am Erreichen der Königsklasse gibt es angesichts der vergangenen Auftritte kaum Zweifel. RB hielt auch gegen den VfL an seiner offensiven Grundausrichtung fest und wurde durch Kevin Kampl in der 16. Minute früh belohnt. In der Bundesliga ist Leipzig jetzt seit elf Spielen ungeschlagen. Die letzte Niederlage kassierte RB Mitte Januar beim Rückrundenauftakt mit dem 0:1 gegen Borussia Dortmund.

Am Ende der Entwicklung sieht Rangnick seine Mannschaft noch nicht angekommen: "Ich glaube, dass wir die Leistung eher sogar noch steigern können. Ich bin zuversichtlich, dass wir das bis zum Ende der Saison durchziehen." An einen Angriff auf das Spitzenduo Bayern München und Borussia Dortmund denke er aber nicht. (sid)