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Real-Markt als Asylantenheim ungeeignet

Bis September dieses Jahres ist der Real-Markt in Niederau noch geöffnet. Was mit dem Grundstück einmal werden soll, ist völlig unklar.

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Bis September dieses Jahres ist der Real-Markt in Niederau noch geöffnet, Miete muss noch ein Jahr länger gezahlt werden. Was mit dem Grundstück einmal werden soll, ist völlig unklar. Im Gemeinderat gab es jetzt Anfragen, ob auf dem Gelände eventuell ein Asylantenheim eingerichtet werden soll. Laut Niederaus Bürgermeister Steffen Sang (parteilos) ist das nicht geplant. Vom Landratsamt Meißen habe er die Auskunft bekommen, dass noch keine Planung für dieses Gelände vorhanden ist, dieser Standort jedoch ungeeignet wäre für ein Asylantenheim. Bürgermeister Sang hat mit der Eigentümerfirma vom Real-Markt in Niederau Gespräche geführt. Dies ist die Taurus Investment Holding (Deutschland) GmbH aus München. Es seien schon mehrere Analysen gefertigt worden, Einzelhandel habe hier keine Zukunft. Vorstellbar sei eventuell ein Schallschutz zur Bahn und zum Wohngebiet, es sei aber alles noch offen.

Seitens der Gemeinderäte wurde vorgeschlagen, über die Möglichkeit eines weiteren Gewerbestandortes nachzudenken. Bürgermeister Sang sagte, dass sich die Gemeindeverwaltung weiterhin mit der Wirtschaftsförderung Meißen darüber berate. Dass der Markt in Niederau, der eine Verkaufsfläche von 5 000 Quadratmetern hat, schließt, teilte der Konzern im März vorigen Jahres mit. Betroffen sind davon 76 Mitarbeiter, davon 61 Frauen. Doch auch Inhaber und Angestellte von kleinen Geschäften, die sich in dem Markt angesiedelt haben, trifft die Schließung des Supermarktes hart.

Insgesamt schließt Real acht von 330 Standorten in Deutschland. Als Gründe wird in erster Linie Unrentabilität dieser Standorte genannt. (SZ/jm)