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Arbeit und Bildung

Recherche digital und offline

Wie finde ich den Job, der wirklich zu mir passt? Diese Frage stellen sich Auszubildende immer wieder.

© Pixabay.com

Philipp Ihrcke wusste früh,dass er in den betriebswirtschaftlichen Bereich wollte. Dafür hatte das Schulpraktikum gesorgt, das er bei der Sparkasse in Eisenach absolvierte. Vernünftiges Geld wollte der 17-Jährige aus Erfurt verdienen, mögliche Wochenendarbeit störte ihn nicht. Es sollte etwas sein, das ihm Spaß macht, Anerkennung bringt und Aufstiegs-Möglichkeiten bietet.

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Kurzfilme und Online-Tests

Welchen Beruf er nun aber konkreter lernen wollte, das stand für Philipp noch nicht fest. „Ich habe mir allerhand Kurzporträts der einzelnen Berufe auf Youtube angeschaut, um überhaupt eine Vorstellung davon zu bekommen,was zum Beispiel ein Immobilien-oder Industrie Kaufmann macht“, erinnert sich Philipp an seine Orientierungsphase. Das digitale Angebot der Agentur für Arbeit hat ihm bei der Entscheidung ebenfalls weitergeholfen. „Mit dem Selbsterkundungs-Tool habe ich meine Interessen abgefragt und konnte mir meine Stärken und Schwächen noch mal vor Augen halten“, erläutert Philipp. Durch die Berufsvorschläge hat der Auszubildende den einen oder anderen Bereich gedanklich nochmal vertieft. 

Jobbörsen und Karriere-Messen

Auch Jobbörsen wie Indeed hat er genutzt.„Die Stellenanzeigen dort beschreiben verschiedene Anforderungen und Aufgabengebiete. Dadurch konnte ich mir ein genaueres Bild von dem Beruf machen“, beschreibt Philipp seine Recherche. Einige Stellenanzeigen hat er auch auf Facebook gefunden.Karriere-Messen vor Ort hat er jedoch nicht besucht. 

Eine Entscheidung getroffen

Im September 2018 hat Philipp sein duales Studium bei einem Betrieb für Aufzugs Technologie in Hannover begonnen. „Bachelor of Arts in Business Administration“ ist die konkrete Bezeichnung für seinen Studiengang. Im Betrieb lernt er die grundlegenden Kenntnisse des Industriekaufmanns kennen und wie er diese letztlich in die Praxis übertragen kann. „Ich bin sehr zufrieden mit meiner Entscheidung und habe auf jeden Fall die richtige Wahl getroffen“, ist Philipp überzeugt. 

Meisterstudium

Wer einmal selbst einen Handwerksbetrieb führen will und sich auch nach der Gesellenprüfung weiterbilden will, für den ist ein Meisterstudium genau das Richtige!

Anspruch, Mut und eigener Gestaltungswillen – das sind nur ein paar der Voraussetzungen, um Meister zu werden. Hinzu kommen natürlich noch fachliche Qualifikationen – und die müssen erlernt werden. Handwerkskammern sowie für einzelne Berufe auch die Industrie- und Handelskammern bieten dafür Voll- und Teilzeitkurse, Kompaktkurse, modulare Seminarprogramme sowie individuelle Beratungen und bauen mit dem Meisteranwärter mittlerweile sogar passgenau individuelle Studienpläne. Ja, ein Meisterstudium kostet kräftig Geld. Immerhin hilft hier das sogenannte Aufstiegs-BAföG weiter. 

Meisterbonus

Sachsen zahlt erfolgreichen Absolventen der Meisterprüfung einen Bonus von 1000 Euro. Der Meisterbonus soll die Gleichwertigkeit von beruflicher und allgemeiner Bildung unterstreichen und macht den Weg der beruflichen Bildung noch attraktiver. Der Meisterbonus schafft somit einen weiteren Anreiz, sich beruflich weiterzubilden und die eigene Qualifikation zu stärken. Profitieren können Meister des Handwerks, der Industrie, aus der Landwirtschaft sowie Fachmeister, die ihren Hauptwohnsitz und Arbeitsort in Sachsen haben. Die Auszahlung gibt es zweimal im Jahr. Der Meisterbonus muss von den Absolventen je nach Richtung entweder bei der Handwerkskammer oder der Industrie- und Handelskammer mittels Formblatt beantragt werden. 

Silke Rödel