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Leipzig

Angehender Jurist rechtskräftig verurteilt

Der Rechtsreferendar Brian E. hat 2016 mit Neonazis in Leipzig-Connewitz randaliert. Nun muss das Gericht entscheiden, ob er Jurist werden kann.

Rechte Chaoten griffen am 11. Januar 2016 in Leipzig zahlreiche Läden und Vereine an, demolierten Autos, schlugen Scheiben ein, es gab auch körperliche Auseinandersetzungen und Brände. Einer von ihnen: Brian E.
Rechte Chaoten griffen am 11. Januar 2016 in Leipzig zahlreiche Läden und Vereine an, demolierten Autos, schlugen Scheiben ein, es gab auch körperliche Auseinandersetzungen und Brände. Einer von ihnen: Brian E. © Jan Woitas/dpa

Leipzig. Der Rechtsreferendar Brian E. ist rechtskräftig wegen seiner Beteiligung an den Neonazi-Krawallen in Leipzig-Connewitz verurteilt. Eine Sprecherin des Oberlandesgerichts in Dresden teilte am Montag mit, dass seine Revision gegen ein Urteil des Leipziger Landgerichts als unbegründet verworfen wurde. 

Das Landgericht hatte den 27-Jährigen wegen Landfriedensbruchs zu 16 Monaten Haft auf Bewährung verurteilt. Der Richterspruch ist nun rechtskräftig. Brian E., der noch bis November seine Ausbildung beim Freistaat absolviert, war demnach bei den gewalttätigen Ausschreitungen von Rechtsextremen im linken Szenestadtteil Connewitz nicht unschuldig. 

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Ein Rechtsreferendar beteiligte sich an Ausschreitungen in Connewitz – nun kämpft er um seine juristische Karriere.

Bei dem gezielten Angriff von mindestens 215 Neonazis wurden etliche Läden, Bars und Autos schwer beschädigt worden. Brian E. hatte argumentiert, von den geplanten Angriffen im Vorfeld nichts gewusst zu haben. Während des Angriffs habe er sich nicht aus dem Pulk der Gewalttäter befreien können. Nun muss das Oberlandesgericht noch entscheiden, ob der Nachwuchsjurist seine Ausbildung beim Freistaat trotzdem zu Ende bringen darf. (svh)

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