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Gesundheit

Regeln für das Schlittschuhlaufen 

Die Temperaturen lassen es noch nicht erahnen, doch die Zeit der winterlichen Sportaktivitäten steht bald wieder auf dem Freizeitplan. 

© Bildautorin: Annca

Schlittschuhlaufen ist gerade im Winter ein beliebter Sport für Jung und Alt. Das Laufen auf Schlittschuhen kann richtig anstrengend sein, macht aber trotzdem richtig viel Spaß. So kann man mit viel Freude z.B. in der Energieverbundarena, im Innenhof des Steigenberger Hotels oder auch auf dem Konzertplatz Weißer Hirsch den Großteil des Winters etwas für seine Fitness tun. Auf dem Eis herrscht immer eine besondere Atmosphäre, die zum Treffen mit Freunden einlädt. Allerdings ist Eislaufen auch mit einer großen Verletzungsgefahr verbunden, weshalb es einige Regeln zu beachten gibt. Diese gelten sowohl für Anfänger als auch für Profisportler.

Regeln beim Schlittschuhlaufen drinnen

Wie eingangs bereits erwähnt, ist Eislaufen immer auch mit einer gewissen Verletzungsgefahr verbunden. Deshalb stellt sich zunächst die Frage, wer beim Schlittschuhlaufen in der Eishalle eigentlich haftet. Zunächst ist der Inhaber der Eislaufbahn dazu verpflichtet, alles im Zumutbare zu unternehmen, um die Verletzungsgefahr so gering wie möglich zu halten. Beispielsweise darf auch der Weg zu den Umkleidekabinen nicht verreist sein und der Betreiber haftet, wenn hier jemand stürzt. Ein Sturz auf der Eislaufbahn ist allerdings mehrheitlich selbstverschuldet, da man hier nur mal ausrutschen kann. Wer auf dem Eis hinfällt, kann die Schuld also nicht auf den Eislaufbahnbetreiber abwenden. Der Eislaufbahnbetreiber ist lediglich dazu verpflichtet, die Eislauffläche möglichst glatt zu halten, damit man sich hier mit den Schlittschuhen gut fortbewegen kann. Stürze auf dem Eis gelten jedoch als das typische Risiko beim Schlittschuhlaufen und wenn sich hierbei jemand verletzt haftet niemand. Dies gilt auch bei etwaigen Zusammenstößen. In der Eislaufhalle gibt es keine etwaigen Vorfahrtsregeln, deshalb sollten alle sich auf dem Eis bewegenden Personen möglichst rücksichtsvoll miteinander umgehen. Hier sind vor allem fortgeschrittene Schlittschuhläufer dazu angehalten, Rücksicht zu nehmen und Anfängern möglichst auszuweichen. Wer auf dem Eis noch nicht sicher ist, hat auch mehr Probleme damit, anderen entgegenkommenden Schlittschuhläuferin auszuweichen, während dies Fortgeschrittenen umso leichter fällt. Wer also einem anderen entgegenläuft und schon so gut fahren kann, dass er dem anderen problemlos ausweichen kann, sollte dies auch tun. Für Anfänger ist es ratsam, sich möglichst am Rand der Bahn aufzuhalten und nicht zu mittig in der Eislaufhalle zu fahren. So kann man sich zum einen leichter Mal an der Bande festhalten oder diese zum Abbremsen nutzen. Zum anderen haben erfahrene Schlittschuhläufer die Möglichkeit, im Inneren der Halle ihre Bahnen zu fahren oder auch Kunststücke zu üben. Meist verfügt der Betreiber zudem über ein großes Sortiment an Schlittschuhe, die man leihen kann. Wer jedoch an gefrorene Seen fahren will, muss diese selbst erwerben.

Regeln und Verhalten auf dem Eis draußen

Wenn es im Winter so richtig eisig und kalt ist, sind viele Seen und Teiche zugefroren. Sie werden deshalb schnell zu einer besonderen Attraktion für Schlittschuhläufer. Sportarten wie Schlittschuhlaufen oder auch Eishockey und Eisstockschießen werden immer beliebter. Und natürlich ist die Atmosphäre auf einem zugefrorenen See im Winter sehr viel schöner als die Atmosphäre in einer Eislaufhalle. Der negative Aspekt dabei ist jedoch, dass sich Schlittschuhläufer draußen auf dem Eis sehr viel mehr Gefahren aussetzen als in einer Schlittschuhhalle. Eiseinbrüche gehen nicht selten tödlich aus, weshalb das Schlittschuhlaufen auf gefrorenen Gewässern mit besonderer Vorsicht zu genießen ist. Die Regeln hierbei zu beachten ist somit für sicheres Eislaufen unerlässlich. Grundsätzlich gilt es, nur an überwachten Gewässern und niemals allein auf den Eisflächen Schlittschuhlaufen zu gehen. Des Weiteren sollte man die Warnungen in regionalen und lokalen Medien immer beachten. Da beim Schlittschuhlaufen immer Gefahren drohen, sollte dieser Sport immer gemeinsam und niemals allein ausgeführt werden. Beim zuständigen Amt kann man sich über die Eisdicke informieren und somit in Erfahrung bringen, ob das Eislaufen dort sicher ist. Allgemein gilt das die Eisdicke bei stehenden Gewässern mindestens 15 cm und bei Flüssen oder Bächen mindestens 20 cm betragen sollte. Darüber hinaus sollte man selbst bei bewachten Gewässern, die laut der Ämter eine ausreichende Eisdecke aufweisen, immer sehr aufmerksam sein und Signale des Eises erkennen können. Wenn das Eis an manchen Stellen dunkler ist, bedeutet dies, dass das Eis hier noch viel zu dünn ist. An dunklen Stellen droht also große Gefahr einzubrechen, weshalb diese Stellen keinesfalls betreten werden sollten. Auch auf verschneiten Eisflächen sowie bewachsenen Uferzonen sollte man besonders vorsichtig sein. Des Weiteren gilt eine besondere Vorsicht bei Seen, welche von Flüssen oder von Bächen durchzogen werden, denn auch diese sind mit einer größeren Gefahr verbunden. An den Zu- und Abflüssen ist das Eis oft innerhalb weniger Meter wesentlich dünner als auf dem Rest des Sees. Die Eisqualität kann hier vollkommen anders sein und somit sollten auch diese Stellen nicht betreten werden.

Dieser Artikel entstand in Zusammenarbeit mit der externen Redakteurin Kathrin Weiß.