merken

Döbeln

Regen füllt Gewässer nur langsam

Anwohner von Bächen und Seen können das Wasser aus der Natur wieder nutzen. Ganz ohne Einschränkungen geht es allerdings nicht.

Symbolfoto
Symbolfoto © dpa-Zentralbild

Landkreis. Die Allgemeinverfügung zur Einschränkung der Wasserentnahme aus Gewässern im Landkreis Mittelsachsen ist ab sofort nicht mehr in Kraft. Das teilt das Landratsamt Mittelsachsen mit. Somit können Anwohner von fließenden und stehenden Gewässern dieses wieder für ihre privaten Zwecke nutzen.

Dennoch appelliert die untere Wasserbehörde, sehr zurückhaltend bei Wasserentnahmen zu sein. „Wir haben noch immer niedrige Pegelstände in den Bächen und Flüssen, auch der Grundwasserspiegel ist weit unter dem langjährigen Mittel“, so Lutz Holzhey, zuständiger Referatsleiter im Landratsamt. 

Mit SZ-Reisen die Welt entdecken

Bei SZ-Reisen findet jeder seine Traumreise. Egal ob Kreuzfahrt, Busreise, Flugreise oder Aktivurlaub - hier bekommen Sie für jedes Reiseangebot kompetente Beratung, besten Service und können direkt buchen.

Es bedürfe lang anhaltender Niederschläge, um die Situation abzumildern. Er weist auf die aktuelle Gesetzeslage hin, demnach darf Wasser nur entnommen werden, wenn es zu keiner Beeinträchtigung des Wasserhaushaltes in jeglicher Form sowie der Wasserqualität und Eigenschaft als Lebensraum für Pflanzen und Tiere, führt. Zudem ist das Aufstauen des Gewässers ohne entsprechende Genehmigung nicht zulässig.

Seit Mitte Juli war die Entnahme von Wasser mithilfe von Pumpen verboten, weil durch den zweiten Trockensommer in Folge die Wasserstände zu niedrig waren. Auch das Schöpfen per Hand, beispielsweise mit einer Gießkanne, sollte weitestgehend eingeschränkt werden. „Die Bevölkerung war sensibilisiert und wir hatten vermehrt Anfragen zu dem Thema, die wir beantworten oder Lösungsvorschläge unterbreiten konnten“, so Lutz Holzhey.

Es gab Hinweise in seinem Amt, dass Wasser vermutlich unerlaubt entnommen wurde. Wo genau und in welchem Umfang konnte er nicht sagen, weil eine statistische Erfassung nicht erfolgte. Die Mitarbeiter seiner Behörde seien den Hinweisen nachgegangen. In allen Fällen werden die Verursacher zum Sachverhalt angehört und befragt. Dass sich der Verdacht einer Ordnungswidrigkeit auch bestätigt, sei nicht immer der Fall. „Eine mögliche illegale Wasserentnahme muss belastbar nachweisbar sein, damit eine Ahndung vorgenommen werden kann“, erklärt Holzhey. (DA/vt)