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Regine Töberich: Elberadweg wird weggebaggert

Die Investorin des Immobilienprojektes Marina Garden wirft der Stadt Klientelpolitik vor - und reagiert mit drastischen Maßnahmen.

© Christian Juppe

Regine Töberich macht Ernst: Sie will den Pieschener Elberadweg zwischen Citybeach und Puschkinplatz sperren. Der Chefin der Immobilienfirma Dresden Bau gehört ein Grundstück, auf dem der Radweg verläuft. Bisher hat sie es der Stadt kostenlos zur Nutzung überlassen.

Doch nachdem der von Rot-Rot-Grün dominierte Stadtrat sowie Umwelt- und Stadtplanungsamt ihre Wohnungspläne im Marina-Garden-Projekt ablehnten, greift Töberich zu diesem Mittel. „Diese Klientelpolitik lasse ich mir nicht gefallen. Ich habe den Nutzungsvertrag mit der Stadt zum 31. März dieses Jahres gekündigt. Danach wird der Radweg weggebaggert, und es entsteht eine Wiesenfläche“, sagt die Architektin. An welchem Tag die Bagger anrollen, konnte Töberich gestern noch nicht genau sagen. „Auf jeden Fall Anfang April.“

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Den Elberadweg wegzubaggern sei ihr einziges Mittel, sagt die Marina-Garden-Investorin. Sie fühlt sich hintergangen.

Regina Töberich will 240 Wohnungen auf dem Areal an der Leipziger Straße bauen. Doch der Stadtrat hat nur ein abgespecktes Projekt bewilligt. Danach ist nur der Bau von ein- bis zweireihigen Häusern mit maximal vier Geschossen erlaubt. Zur Elbe hin solle viel frei und begrünt bleiben. Auf dem Grundstück Leipziger Straße 33 arbeiteten Künstler und Kreative jahrelang im Verein Freiraum Elbtal. Weil sie das Areal nicht verlassen wollten, wurden sie kürzlich zwangsgeräumt. (SZ/kh)