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Hoyerswerda

Regional, frisch, heiß – und eiskalt

Noch sind die Gaststätten zu. Neustarts werden ersehnt. Heute vorgestellt: „Zum Weissen Ross“ Lohsa (Maik Herzog).

Maik Herzog am Tresen der „kleinen Gaststube“ auf der rechten Seite des Gebäudes.
Er hofft, dass die Botschaft an der Tafel bald wieder von Gästen gelesen werden kann, die nicht nur ein fertiges Gericht abholen, sondern verweilen dürfen.
Maik Herzog am Tresen der „kleinen Gaststube“ auf der rechten Seite des Gebäudes. Er hofft, dass die Botschaft an der Tafel bald wieder von Gästen gelesen werden kann, die nicht nur ein fertiges Gericht abholen, sondern verweilen dürfen. © Foto: Uwe Jordan

Lohsa. Legendär ist das Hotel-Restaurant „Zum weißen Rößl“ am österreichischen Wolfgangsee, Ort von Ralph Benatzkys Singspiel, das bis heute die Operettenhäuser füllt. Sogar Kaiser Franz Joseph I. spielt mit! Was dort gespeist wurde? Nicht überliefert. Anzunehmen ist jedoch, dass das im „Rößl“ wohl Gereichte (vermutlich Gselchtes und Mehlspeisen zu Heurigem) verblasst neben dem, was das Lohsaer Namens-Pendant, Maik Herzogs Restaurant „Zum Weissen Ross“ Am Markt 4, bietet.

Auch jetzt, da das Haus zu bleiben muss und nur ein Abholservice besteht. Von Mittwoch bis Sonntag (jeweils 11.30 bis 18 Uhr / Bestellen unter Telefon 035724 55141 ist ab 10 Uhr möglich) kann man das auf der Spezialkarte zu Findende ordern – „Fast Food“ (Burger) und Pizzen ebenso wie Anspruchsvolles, etwa Wildgulasch. Die Karte gibt’s auf Facebook, über WhatsApp oder im Internet (www.weisses-ross-lohsa.de).

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Maik Herzog ist dreierlei wichtig: Das Essen muss perfekt sein, auch wenn es mal fünf (fünf!) Minuten länger dauert. Alles wird frisch zubereitet. Und es sollen grundsätzlich regionale Zutaten verwendet werden; etwa Pilze aus Hoyerswerda-Kühnicht oder Halbfertigprodukte wie Pizzateig von der Bäckerei Richter aus Sdier (Großdubrau) – aber generell gilt: Alles, was möglich ist, wird im Hause selbst geschaffen. Ausnahme, die die Regel bestätigt: das seit letztem Sonntag angebotene Eis vom Eiscafé Gruner aus Uhyst/Boxberg. Das ist so gut, das kann man nicht besser machen.

Alles andere gelingt am besten im „Weissen Ross“ selbst. Der Kaiser wär’s zufrieden. „Es muß was Wunderbares sein“, heißt es bei Benatzky. Wunderbar wie dies:

Pilz-Omelett:
Pilze von Integra Hoyerswerda-Kühnicht (Shii-Take, Kräuterseitlinge, Buchenpilze, Champignons) mundgerecht schneiden, in einer Pfanne mit Butter und Zwiebelwürfelchen kurz glasig schwitzen, sodass die Pilze Konsistenz behalten. Mit Pfeffer und Salz würzen. Gehackte Kräuter (Petersilie, Schnittlauch) untermischen. Drei Eier anschlagen; also nicht verrühren, sondern so in die Pfanne geben, dass Gelb und Weiß getrennt bleiben – das gibt dem fertigen Omelett eine schöne Farbmaserung. Kurz durchschwenken; zusammenschieben auf eine Seite der Pfanne und im Ofen bei 160ºC Oberhitze etwa 5 Minuten stocken lassen.

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