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Reiche Gemeinde aus den Miesen raus

Lampertswalde atmet nach Jahren wieder auf: Eine Zahlung von Kronospan verschafft Luft.

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© dpa

Von Jörg Richter

Lampertswalde. Die Haushaltslage der Gemeinde Lampertswalde hat sich schlagartig verbessert. Wie jetzt Kämmerin Evelyn Ekelmann sagte, konnte sie Ende August erstmals wieder nach langer Zeit einen positiven Kassenstand registrieren. Grund ist eine größere Summe des ortsansässigen Laminatherstellers Kronospan, die auf das Gemeindekonto gebucht wurde. „Zurzeit sieht es positiv aus“, kommentierte die Kämmerin den gegenwärtigen Etat auf der Gemeinderatssitzung in Weißig am Raschütz. Wenn es bei den geplanten Ein- und Ausgaben für die restlichen Monate bleibt, könnte auch zum Jahresende ein Plus vor dem Saldo stehen. Knapp 23 000 Euro will die Gemeinde in diesem Jahr noch ausgeben. Größter Posten ist die Umrüstung der Feuerwehren auf Digitalfunk.

Bürgermeister Wolfgang Hoffmann freut diese Entwicklung. Immerhin muss er jeden Monat dem Landratsamt Meißen Bericht erstatten. Lampertswalde gilt seit 13 Jahren als „reiche Gemeinde“ und erhält deshalb vom Freistaat keine Schlüsselzuweisungen. 2014 hat Lampertswalde knapp 400 000 Euro Reichensteuer an das Landratsamt Meißen gezahlt.