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Reichlich Baustellen

Auf der Dresdner Straße von Meißen bis Brockwitz wird an fünf Abschnitten gearbeitet. Mitte Juni ist die Asphaltdecke dran.

© Arvid Müller

Von Ines Scholze-Luft

Coswig/Meißen. Die Fahrt startet am Meißner Bahnhof. Ganz entspannt. Auf der Dresdner Straße rollt es flott stadtauswärts. Bis zum schwarzen Netto. Da fehlt plötzlich der Gegenverkehr, wegen der Baustelle auf der anderen Seite. Die abgrenzenden Baken signalisieren Vorsicht. Einige Fahrer treten auf die Bremse, zumal die Gullydeckel auf der Fahrbahn merkwürdig aussehen, offensichtlich wird daran gearbeitet.

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Wie das Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) mitteilt, geht es seit dieser Woche weiter mit der Fahrbahnerneuerung auf der S 82, der Dresdner Straße. Deshalb ist sie Einbahnstraße zwischen Kirchgasse und Bergstraße, kurz vor der Tankstelle. Die Umleitung Richtung Meißen führt über Berg- und Johannesstraße.

Ein Stück weiter, „An der alten Spaargasse“, der nächste Baubereich. Mit Ampel. Drei Minuten Wartezeit. Dann noch mal Achtung am Kapitelholzsteig beim Stadtausgang, auch dort sind Bauarbeiter am Werk, allerdings ohne Ampel und andere große Einschränkungen.

Erleichtert geben die Vorausfahrenden Gas, passieren Altsörnewitz. Wenige Meter später, in Brockwitz, die nächste Ampel. Auch hier wird seit Wochen alles vorbereitet für die Fahrbahnsanierung auf der Dresdner. Entwässerungsrinnen entstehen neu, Einläufe und Bankette. Nur nicht so zügig wie erhofft, der kalte März hat einiges verzögert, etwa um vier Wochen.

So wurden die beiden Baustellenabschnitte erst zu Pfingsten versetzt. Einer wanderte an die Einmündung der Cliebener Straße. Die ist nun ebenfalls Einbahnstraße, befahrbar zwar von der Dresdner Straße nach Neusörnewitz und Weinböhla. Doch nicht für die aus der Richtung Kommenden. Die müssen derzeit über Köhlerstraße und Elbgaustraße nach Brockwitz finden.

An der Cliebener Straße ist gerade rot. Also wieder warten. Dann geht es langsam an der ziemlich langen Baustrecke vorbei. Teil zwei ist auch nicht gerade kurz. Doch zum Glück erlaubt das grüne Signal die Weiterfahrt. Die auch nicht an der Fußgängerampel neben der Dehner-Einfahrt unterbrochen wird. Dort will gerade keiner über die Straße.

Fazit: Etwa sieben Minuten länger als üblich kann momentan die Fahrt zwischen Meißen und Brockwitz dauern – bei normalem Verkehrsaufkommen und ansonsten freier Strecke. Wer derzeit möglichst schnell von Meißen nach Coswig oder in die Gegenrichtung will, der sollte vor allem zur Hauptverkehrszeit die S 82 eher meiden. Und damit Sperrungen, Umleitungen und Ampeln. Die Empfehlung: Gleich durch Neusörnewitz fahren, über Weinböhla und Weinböhlaer sowie Hauptstraße in Coswig.

Was allerdings ab voraussichtlich 4. Juni ebenfalls komplizierter wird. Dann startet der Bau auf der Weinböhlaer Straße an der Kreuzung Auerstraße. Bei der Überschneidung macht sich der Bauverzug von Brockwitz bemerkbar, sagt Coswigs Ordnungsamtschef Olaf Lier.

Auf der S 82 in Brockwitz geht es nun zügig weiter. Nach der Arbeit an der Straßenentwässerung wird dort der Belag aufgebracht, zeitgleich mit der Strecke zwischen Meißen und Sörnewitz. Vorgesehen ist das ab 18. Juni.

Damit eine ordentliche Oberfläche entsteht, bringt die Baufirma die Asphaltdecke in einem Zug auf, sagt der Ordnungsamtschef. Das heißt, jeweils eine Seite wird dafür komplett gesperrt. Das nimmt etwa 14 Tage in Anspruch. Dazu kommt das Auftragen der Fahrbahnmarkierungen. Geht alles gut, könnte die Straße bis Ende Juni fertig sein.

Dann ist der Asphaltoberbau auf der Dresdner Straße zwischen Meißen und Coswig im zweiten Bauabschnitt auf insgesamt vier Kilometern Länge erneuert. Die Baukosten betragen dem Lasuv zufolge rund 1,2 Millionen Euro. Und alle Dresdner-Straße-Nutzer können hoffen, dass sie auf der sanierten Strecke dann mal für längere Zeit freie Fahrt haben.

www.coswig.de