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Reichstädt und Malter wachsen

Die Stadt Dippoldiswalde hat in den letzten sechs Monaten 39 Einwohner verloren. Manche Ortsteile gewinnen aber deutlich dazu.

© Egbert Kamprath

Von Franz Herz

Dippoldiswalde. Zum Stichtag 30. Juni sind in Dippoldiswalde 14 529 Einwohner mit Hauptwohnsitz angemeldet gewesen, wie das Einwohnermeldeamt der Stadt auf SZ-Anfrage informierte. Das sind 39 Menschen weniger als zu Beginn des Jahres. Wer aber die einzelnen Ortsteile betrachtet, findet Gewinner und Verlierer. Den größten Zuwachs haben Malter und Reichstädt zu verzeichnen. In Malter leben 15 Menschen mehr als zu Jahresbeginn, gemessen an der Einwohnerzahl ein Wachstum von 2,35 Prozent. Reichstädt hat einen Zuwachs von 21 Einwohnern. In dem größeren Ort fällt das aber nicht ganz so ins Gewicht. Prozentual ist das ein Wachstum von 1,63 Prozent. Solche Entwicklungen haben viele Gründe, Geburten, Todesfälle, Zu- und Wegzüge.

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© Koerner, Heidemarie

Claudia Glöß (UB), Ortsvorsteherin von Malter, freut sich über diese Entwicklung. Sie erklärt sich den Zuwachs wesentlich damit, dass seit einigen Jahren ältere Leute, die zu zweit in ihrem Haus wohnen, ausziehen, ihr Haus verkaufen und dann Familien mit Kindern einziehen. In Reichstädt ist der Zuwachs auch noch auf Häuser zurückzuführen, die in letzter Zeit neu entstanden sind. Die letzten Parzellen im Wohngebiet werden bebaut und an anderen Stellen durch Änderung der Außenbereichsgrenze Baurecht geschaffen.

Manchmal liegen aber Licht und Schatten nah beieinander. Paulsdorf ist ein Nachbarort von Malter, hat jedoch seit Jahren mit einem spürbaren Einwohnerrückgang zu tun. Ein wichtiger Grund dafür ist, dass der Ort in den 1990er-Jahren stark gewachsen ist. Viele Familie mit Kindern sind damals zugezogen. Aber hier sind die Kinder inzwischen erwachsen und ziehen von zu Hause weg, also sinkt die Einwohnerzahl. Andere Ortsteile, die Einwohner verlieren, liegen eher im oberen Bereich. Stark ins Gewicht fällt der Einwohnerschwund in Schmiedeberg und in Naundorf.