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Reicht Notsicherung für die Windmühle?

Nur 20 Prozent Förderung hat die Denkmalpflege für die Dachreparatur in Aussicht gestellt. Die Eigentümer suchen nach anderer Hilfe.

Weßnitz. Die Untere Denkmalschutzbehörde im Landkreis lobt das Engagement der Eigentümer und des Vereins Edelweiß beim ersten Weßnitzer Mühlenfest . Erfreulich seien das öffentliche Interesse und die durchweg positive Resonanz. Es stimme allerdings, „dass das Denkmalförder-programm, dessen Mittel durch uns ausgereicht und abgerechnet werden, chronisch unterfinanziert ist“, so Dr. Andreas Christl. Allerdings achte man darauf, dass unbedingt erforderliche Maßnahmen zur Substanzerhaltung (Notsicherungen) an erster Stelle berücksichtigt werden.

Im Januar 2017 wurde die Behörde von Familie Jacob schriftlich angefragt, welche Förderung es für eine Notsicherung gibt. Darauf hätte man umgehend geantwortet. Solche Anträge können ohne Frist jederzeit gestellt werden, heißt es. „Seither ist bei uns leider kein Antrag auf Förderung eingegangen“, sagt Dr. Andreas Christl.

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Familie Jacob bestätigt, dass ein Kostenvoranschlag zur Dachreparatur über 25 000 Euro eingeholt wurde. „Uns wurden aber nur 20 Prozent Förderung der Denkmalpflege in Aussicht gestellt. So können wir das Vorhaben unmöglich allein finanzieren“, entgegnen Edeltraut und Matthias Jacob. Notsicherungen an kreiseigenen Objekten wie die ehemalige Großenhainer Poliklinik würden viel höher bezuschusst. Dennoch versuchen Jacobs jetzt über andere Quellen, die nötige Dachreparatur ins Rollen zu bringen. (krü)