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Weißwasser

Reinigungsverfahren für die Rakotzbrücke

Basalt ist das Material, aus dem das Rakotz-Ensemble in Kromlau besteht. Wie das Gestein am besten gereinigt werden kann, wird nun erprobt.

Rakotzbrücke in Kromlau
Rakotzbrücke in Kromlau © Archivfoto: Uwe Schulz

Von Sabine Larbig

Kromlau. Die Sanierung von Grotte und Orgel im Rakotzsee läuft auf Hochtouren. Bald soll auch der Startschuss für die Bogenbrücke erfolgen. Geplant sind hier die Beseitigung der Kalk-Tuff-Auswaschungen und der losen Schalen der Basalte, das Spritzverfugen der Bogenuntersicht, Aufnahme und Entsorgung der Teerabdichtung, das Aufbetonieren eines stahlbewehrten Betonbogens und die Abdichtung der Oberseite des Brückenbogens.

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Der Garten ruft
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Bevor all dies passieren kann, muss jedoch das Basaltgestein der Rakotzbrücke gereinigt werden. Wie das optimal erfolgen kann, soll vor Sanierungsstart an einer Probeachse an der südlichen Vorlandbrücke getestet werden. So hat es der Gemeinderat beschlossen und den entsprechenden Auftrag in Höhe von 38 017,29 Euro brutto an die Firma Schubert Steinmetz- und Bildhauer aus Dresden vergeben. Die Experten aus der Landeshauptstadt erproben, in Abstimmung mit dem Landesamt für Denkmalpflege, vier unterschiedliche Reinigungsverfahren. Dazu gehören das Strahlen im Sandstrahlverfahren und mit Stahlkugeln, das Entfernen der Krusten per Hand sowie das Abklopfen der Steinoberfläche. Die Herausforderung bei allen Verfahren besteht darin, dass die Schalenbildung durch das sogenannte Sunburning der Basalte beseitigt wird, um an den Berührungspunkten der Basalte untereinander – die mit einem geeigneten Mörtel ausgekleidet werden – eine dauerhafte Verbindung zu schaffen.

In Vorbereitung der Brückensanierung hat der Rat zudem die Installierung eines Traggerüstes an der Unterseite der Brücke vergeben. Es ist eine Vorsichtsmaßnahme, damit während der Bauarbeiten die Bogenbrücke, deren Mörtel durch Feuchtigkeit und Auswaschungen stark geschädigt ist, nicht einstürzt. Kosten für diesen Auftrag an die Firma Henschke Bau aus Bautzen: 438 158,14 Euro brutto. Obwohl die Leistung rund 60 000 Euro teuer ist als geplant, fiel die Entscheidung der Räte für den Anbieter einstimmig. Einerseits, weil es, laut Information des stellvertretenden Bürgermeisters Peter Weszkalnys, keinen weiteren Anbieter gab. „Diese Tatsache zeigt, dass der Bau-Markt derzeit überflutet ist.“ Andererseits, weil die Sanierung der Brücke sonst weiter in Zeitverzug geraten könnte und dadurch möglicherweise das Risiko eines Brückeneinsturzes bestehen könnte.

Durch Leistungserweiterungen rund 30 000 Euro brutto teurer geworden sind ebenfalls die Planungsleistungen. Auch sie beschloss der Rat einstimmig.

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