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Reisegruppe will Asyl

Die Polizei stoppt nahe der Grenze einen Bus und ermittelt gegen zwölf Mitreisende. Plötzlich ändert sich die Lage.

© Symbolbild: dpa

Breitenau. Bei einer Kontrolle auf der A 17 glaubt die Polizei einen Schleusungsversuch aufgedeckt zu haben, dann stellen die Beteiligten ein Schutzersuchen. Am Mittwochnachmittag stoppten Einsatzkräfte der Gemeinsamen Fahndungsgruppe Dresden aus Polizei und Bundespolizei auf der A 17 die Insassen eines grenzüberschreitenden Linienbusses. In diesem befand sich unter anderem eine zwölfköpfige moldauische Gruppe (48 Jahre bis 1 Jahr) die nicht die aufenthaltsrechtlichen Einreisevoraussetzungen nach Deutschland erfüllte. Schnell stellte sich heraus, dass die Einreisenden nicht über ausreichende Barmittel verfügten. Alle Personen konnten zusammen lediglich etwa 120 Euro vorweisen. Zudem machten sie gegenüber den Beamten unglaubwürdige Angaben hinsichtlich ihres Reisezwecks in Deutschland. Aufgrund der Gesamtumstände wurde gegen eine Person ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachtes des Einschleusens von Ausländern und gegen die Moldauer ein Ermittlungsverfahren wegen Verdacht der unerlaubten Einreise eingeleitet.

Im Rahmen der Ermittlungen stellten die Personen der Reisegruppe dann plötzlich ein Schutzersuchen. Aufgrund dieser Umstände erfolgte die Weiterleitung zum Bundesamt für Migration und Flüchtlinge.

In den letzten 24 Stunden stellten die Einsatzkräfte der Bundespolizeiinspektion Berggießhübel noch weitere neun Personen aus der Slowakei, Tschechien, Griechenland, Rumänien, Moldau und Bulgarien fest, die polizeilich gesucht wurden. Gegen drei Gesuchte lagen Haftbefehle vor. Sie wurden an Ort und Stelle verhaftet. Zwei Rumänen konnten durch Zahlung der Geldstrafe ihren Haftantritt abwenden. Eine 48-jährige Bulgarin muss nun für gut einen Monat ins Gefängnis. (szo)