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Dresden

Reisemesse zeigt Trendwende

Urlauber setzen wieder zunehmend auf persönliche Beratung bei kleineren Reiseunternehmen. Die freuen sich über mehr Buchungen.

Die Messehallen im Ostragehege waren gut gefüllt - mehr als 33.000 Besucher kamen zur Reisemesse.
Die Messehallen im Ostragehege waren gut gefüllt - mehr als 33.000 Besucher kamen zur Reisemesse. © Sven Ellger

Mehr als 33.000 Besucher waren am vergangenen Wochenende auf der Reisemesse unterwegs und haben sich dort rund um das Thema Urlaub informiert. Rund 400 Aussteller haben in der Dresdner Messe im Ostragehege Reiseziele, Unterkünfte und Wohnmobile vorgestellt. Mit den Besucherzahlen bleibt die Reisemesse auf ähnlich hohem Niveau wie in den vergangenen drei Jahren.

Nach der Insolvenz des großen Reiseveranstalters Thomas Cook im vergangenen Jahr nutzen Urlauber wieder häufiger die Möglichkeit, sich persönlich beraten zu lassen und bei regionalen Reisebüros zu buchen. Das berichten Reiseunternehmen auf der Messe.  Die Pleite könne so auch zur Chance für die Tourismusbranche werden. "Die Leute wollen reisen und vertrauen jetzt stärker auf die persönliche Beratung bei kleineren Veranstaltern", so Ulrich Finke von Meso Reisen Berlin. 

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Von der Besuchernachfrage auf der Messe sei er überwältigt. Was ihm auch aufgefallen sei: das deutlich jüngere und aktive Publikum in Dresden im Vergleich zu anderen Reisemessen. Auch Uwe Lorenz von Eberhardt Travel bestätigt die Reiselust. Er habe schon Buchungen für 2022 für seine Reisen, mehr als 1.000 Besucher hätten sich die Vorträge über Russland, Friaul-Venetien und Hurtigruten angeschaut. 

In den ersten Monaten des Jahres ist die Hauptbuchungszeit. Nach der Verunsicherung durch die Pleite zeigt sich nun eine neue Reiselust, die Veranstalter sprechen von einem Buchungsplus. 

Auch die Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen sieht eine positive Entwicklung für die touristische Nachfrage 2020. Dabei werden auch in diesem Jahr Urlaubsreisen in Deutschland mit etwa 30 Prozent den ersten Platz einnehmen. Gut fünf Millionen Deutsche werden voraussichtlich mit einem Wohnmobil in den Urlaub fahren, wie eine Umfrage ergeben hat. Im Trend liegt auch der Familien-Kurztrip in einen Erlebnispark.

Zur Reisemesse präsentierte Ex-TV-Star Ingo Dubinski etwa den Europa-Park in Rust. Und erzählte der SZ, was er in den vergangenen Jahren gemacht hat. (SZ/noa)

Die Reisemesse wird von der Ortec Messe und Kongress GmbH veranstaltet. Ortec gehört zur DDV-Mediengruppe, in der auch die SZ erscheint. 

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