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Reizgasattacke im Eastclub

In der Nacht zum Sonntag wurden 150 Partygäste des Bischofswerdaer Clubs evakuiert. Eine junge Frau musste ins Krankenhaus gebracht werden.

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© dpa

Constanze Knappe

Bischofswerda. In der Nacht vom Sonnabend zum Sonntag kam es im Eastclub Bischofswerda zu einem Zwischenfall. Nach Informationen der SZ versprühte ein Besucher gegen 1.30 Uhr Reizgas. Und zwar in einer Menge, dass der gesamte Klub evakuiert werden musste. Nach dem Öffnen aller Türen und Fenster und dem gründlichen Durchlüften konnten die 150 Partygäste etwa 20 Minuten später den Klub wieder betreten und weiterfeiern. Eine 18-Jährige suchte in Begleitung zweier Bekannter das Krankenhaus auf, um sich wegen Reizung der Atemwege und Augen behandeln zu lassen.

Über Notruf erhielt die Polizei um 2.11 Uhr Kenntnis von dem Vorfall. Sie war mit mehreren Streifen präsent, „um bei einer Eskalation der Lage zeitnah reagieren zu können“, erklärte Pressesprecher Thomas Knaup. Die Kriminalpolizei geht jetzt dem Verdacht der fahrlässigen Körperverletzung nach. Sie ermittelt gegen Unbekannt und das von Amts wegen.

Eine Anzeige erstattete Klubeigentümer Heiko Düring nicht. Er vermutet „Übermut unter Alkoholeinfluss“. Als Dummerjungenstreich sei die Attacke aber nicht abzutun. „Wir sind froh, dass nicht mehr passiert ist“, sagte er auf SZ-Anfrage. Der Fluchtwegeplan habe funktioniert, die Evakuierung verlief reibungslos. Als Veranstalter könne man sich gegen derlei Vorkommnisse nur schwer wappnen. In der Konsequenz müssten Taschenkontrollen eingeführt werden. Davon möchte er vorerst noch absehen. „Bleibt zu hoffen, dass sich so etwas nicht wiederholt“, sagte er.