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Rekord beim Mühlenbäcker

Am Montag hat das neue Ausbildungsjahr begonnen. Die Ottendorfer Firma konnte die Lehrlingszahl verdoppeln.

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© Thorsten Eckert

Von Nadine Steinmann

Ottendorf-Okrilla. Ausbildungsstart in Sachsen: Für zahlreiche junge Menschen hat am Montag ein neuer Lebensabschnitt begonnen. Ein Abschnitt, der viele neue Erfahrungen mit sich bringen wird, in dem die Auszubildenden allerhand Neues lernen und vor allem ihr erstes eigenes Geld verdienen. Es ist ein kleiner Schritt in Richtung selbstständiges Leben, unabhängig von der Familie und den Eltern.

Auch beim Ottendorfer Mühlenbäcker haben gestern 14 junge Menschen ihre Ausbildung als Bäcker, Fachverkäufer oder Logistiker gestartet. Zwei weitere beginnen ihre Lehre zum Konditor am ersten September. Insgesamt kann das Unternehmen in diesem Jahr also 16 Auszubildende begrüßen. Acht gehen davon direkt in die Produktion und lernen direkt vor Ort in Ottendorf-Okrilla. Die anderen acht Azubis sind im Verkauf und können somit im gesamten Verbreitungsgebiet des Bäckerunternehmens eingesetzt werden.

Die Anzahl der Lehrlinge ist in jedem Fall unglaublich, wie Geschäftsführer Volker Beduhn gegenüber der Sächsischen Zeitung erklärt. Denn normalerweise habe der Mühlenbäcker fünf bis sieben Lehrlinge, die Anzahl der Lernwilligen hat sich in diesem Jahr also mehr als verdoppelt. „Wir haben natürlich viel Werbung, unter anderem auf den multimedialen Wegen gemacht“, erklärt der Firmenchef. Sprich: Nicht nur auf ihrer eigenen Homepage, sondern auch in den sozialen Netzwerken und ganz traditionell in ihren Filialen hat das Unternehmen versucht, Lehrlinge anzuwerben. Zudem bietet der Bäcker immer wieder Praktikanten die Möglichkeit, erste Erfahrungen bei ihm zu sammeln. Auch Führungen für Kindergartenkinder sind bei dem Ottendorfer Unternehmen zum festen Bestandteil geworden.

Stolz auf die neuen Azubis

Die zahlreichen Aktionen haben sich in jedem Fall gelohnt, wenn man die diesjährige Resonanz betrachtet. Natürlich beendet voraussichtlich nicht jeder der insgesamt 16 Azubis die Ausbildung, Abbrecher gibt es immer wieder und überall, egal in welcher Branche.

Doch der Mühlenbäcker kann stolz sein, in diesem Jahr so vielen jungen Menschen den Start ins Berufsleben zu ermöglichen. „Ich bin angenehm überrascht“, erklärt Volker Beduhn. Natürlich habe sein Unternehmen auch einen guten Ruf und vor allem neue Filialen, wie die in der Dresdner Neustadt, sorgen regelmäßig dafür, dass sich viele Lehrlinge beim Mühlenbäcker bewerben.

Über 20 Filialen hat der bekannte Bäcker in ganz Sachsen, allein in Dresden sind es zwölf Stück. Eine weitere Filiale soll hinzukommen, wie Volker Beduhn verrät. In welchem Ort oder in welcher Stadt und wie das Konzept für das neue Geschäft aussehen soll, verrät der Firmenchef allerdings noch nicht.

Zurück in die Backstube

Doch wann ist eigentlich die Kapazität des Unternehmens erschöpft? Wie viele Ausbildungsplätze kann Volker Beduhn zur Verfügung stellen? „Natürlich ist nach oben hin nicht unendlich viel Luft, aber solange wir neue Filialen eröffnen, schaffen wir neue Arbeitsplätze und können auch weiterhin ausbilden.“ Schließlich sei es wichtig, für den Nachwuchs selbst zu sorgen. Und bisher habe der Firmenchef es auch immer ermöglichen können, den Ausgelernten einen Job in seinem Unternehmen anzubieten. Und so soll es auch weiterhin bleiben – was auch in diesem Jahr der Fall ist. Denn am Montagmorgen hat der Mühlenbäcker nicht nur seine frischen Lehrlinge begrüßt, sondern gleichzeitig die Ausgelernten geehrt. Fünf Azubis haben dabei einen kleinen Blumenstrauß erhalten. Danach ging es natürlich gleich wieder zurück in die Backstube.

Und auch im kommenden Ausbildungsjahr wird der Ottendorfer Mühlenbäcker wieder zahlreiche Lehrlinge aufnehmen wollen. Ob das Unternehmen die diesjährige Rekordzahl nochmal überteffen kann, bleibt abzuwarten.

www.muehlenbaecker.de