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Niesky

Rennmotoren knattern am Ziegelweg

Mit 40 Sachengeht's  beim Oberlausitz-Cup über „Stock und Stein“. Siegchancen haben nicht nur Einheimische.

Start frei heißt es am Sonntag ab 9 Uhr auf der Rennstrecke am Ziegelweg in Niesky. Dann düsen hier maßstabsgetreue Fahrzeugminiaturen in vier Klassen entlang – mit Elektro- oder Verbrennermotoren.
Start frei heißt es am Sonntag ab 9 Uhr auf der Rennstrecke am Ziegelweg in Niesky. Dann düsen hier maßstabsgetreue Fahrzeugminiaturen in vier Klassen entlang – mit Elektro- oder Verbrennermotoren. © Rolf Ullmann

Das bange Warten ist vorbei, endlich gibt es Gewissheit. Das Spektakel der Motorsportgemeinschaft Niesky kann wie geplant am Sonntag am Ziegelweg stattfinden. „Durch die Regenfälle der vergangenen Tage waren wir uns nicht ganz sicher, ob die Strecke abtrocknen würde. Aber da sich das Wetter seit Mittwoch stark verbessert hat, gehen wir davon aus, dass die Fahrzeuge gut über die Piste kommen“, freut sich Vereinschef Markus Reimann. Schon einmal waren zu starke Niederschläge den Fans der kleinen, schnellen Flitzer in der Vergangenheit zum Verhängnis geworden. Damals musste der Renntag etwa in der Hälfte abgebrochen werden.

So etwas droht dieses Mal allem Anschein nach nicht. Die Meteorologen rechnen für Sonntag in Niesky mit einem Sonne-Wolken-Mix und Temperaturen bis 30 Grad. Das Starterfeld beim vierten Lauf zum Oberlausitz-Cup der maßstabsgetreuen Miniaturflitzer war noch Anfang der Woche recht überschaubar. „Da hatten wir erst zehn Anmeldungen auf dem Tisch. Ich gehe aber davon aus, dass es bis Sonntag rund 40 werden“, hofft der Vereinsvorsitzende auf steigende Resonanz. Am Vormittag finden die Vorläufe statt, für den Nachmittag sind die Finalläufe angesetzt. Mit dabei werden dann auch Motorsportler aus Tschechien sein, zudem haben sich aus dem Raum Dresden einige Teilnehmer angekündigt. „Mit verschiedenen Vereinen sind wir natürlich auch befreundet. Deshalb gehen wir davon aus, dass es zum Beispiel auch aus Bautzen viele Starter im Feld geben wird.“ Von der gastgebenden Motorsportgemeinschaft treten zwischen zehn und 15 Teilnehmer an.

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Die Besucher dürfen sich auf Rennen in vier Klassen freuen. In drei davon starten Rennwagen im Maßstab 1:8, im vierten dann 1:10. Insgesamt ist dies kein ganz billiges Hobby, denn neben der Anschaffung der Fahrzeuge – für ein Fertigmodell oder einen Baukasten muss man bis zu 600 Euro zahlen – müssen ihre Besitzer für den Kraftstoff, ein Nitromethanolgemisch, oder ab und an für einen neuen Lithium-Polymer-Akku zahlen, je nachdem ob es ein Flitzer mit Verbrennungs- oder E-Motor ist. 

Nach wie vor gibt es Fans für beide Varianten. Markus Reimann erklärt, was dafür und dagegen spricht: „Wer mit Verbrennungsmotoren fährt, bekommt das für diese Klasse so typische Motorengeräusch, den Geruch von Benzin und Boxenstopps. Allerdings ist so ein Renntag durch den Kraftstoffverbrauch nicht ganz billig.“ Elektromodelle seien in der Unterhaltung da wesentlich günstiger. „Die Akkus müssen natürlich regelmäßig aufgeladen werden und halten dann nur eine bestimmte Zeit.“ Mit Vollgas seien maximal 15 Minuten drin. Bis zum Ende gebe es aber – entgegen einer Taschenlampenbatterie – kaum Leistungsabfall. „Man drückt ordentlich auf die Tube. Und irgendwann ist dann abrupt Schluss.“

Bei den Buggys im Maßstab 1:8 gibt es am Sonntag beide Varianten. Hinzu kommt eine Short-Course- (Kurzbahn-)Klasse 1:10. Hier gehen amerikanische Trucks im Miniformat an den Start. Ihre Vorbilder sind bis zu sechs Meter lang und bringen fünf bis sechs Tonnen Gewicht auf die Waage. „Wie im wahren Leben haben die Modelle Heckantrieb und sind besonders für Einsteiger geeignet. Betrieben werden sie mit Elektromotoren. Da unterscheiden sich die Winzlinge wieder von den Originalen“, sagt Reimann. Wer mit seinem Modell in keine der beschriebenen Klassen passt, schiebt es in der Fun-Kategorie an den Start. Hier ist jedes Auto bis zum Maßstab 1:8 zugelassen – egal ob mit Akku oder Verbrenner. 

Bei Geschwindigkeiten zwischen 30 und 40 Stundenkilometern sei es nicht leicht, die Fahrzeuge auf der Strecke zu halten. „Bei dem Profil unserer Anlage fliegen die Autos auch mal durch die Luft oder landen auf dem Dach“, schwärmt der Vereinschef schon im Vorfeld. Sieger in den verschiedenen Kategorien ist, wer in der vorgegebenen Zeit die meisten Runden schafft. E-Autos müssen in den Finalläufen zehn Minuten durch die Gegend düsen, bei Verbrennern sind es 20 Minuten. Für eine Runde braucht ein geübter Pilot mit seinem Flitzer etwa 40 Sekunden.

Der 4. Lauf zum Oberlausitz-Cup der Miniaturautos auf der Rennstrecke am Ziegelweg in Niesky findet am Sonntag, 25. August statt. 9 bis 12 Uhr Vorläufe, 13 bis 17.30 Uhr Finalläufe. Danach Siegerehrungen.

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www.sächsische.de/niesky

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