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Respekt für diese Entscheidung

Jürgen Müller über Ablehnung der höheren Hundesteuer.

Jürgen Müller kommentiert die Entscheidung des Gemeinderates. ©  Fotomontage SZ

Wenn Gemeinden Geld brauchen, gehen sie oft den Weg des geringsten Widerstandes. Statt zu sparen, erhöhen sie die Steuern. Allzu viele Möglichkeiten haben sie dafür aber nicht. Als direkte Steuern können sie nur die Grundsteuer A und B, die Gewerbesteuer und die Hundesteuer selbst erheben. Bei den Grundsteuern tun sich die Gemeinderäte oft schwer, schließlich ist davon jeder Bürger der Gemeinde betroffen, egal ob Grundstückseigentümer oder Mieter. 

Auch die Gewerbesteuer ist so eine Sache, oft sind viele Gemeinderäte selbstständige Unternehmer. Bleibt schließlich die Hundesteuer. Hier ist nur eine Minderheit betroffen, die sich kaum wehren kann. Auch Diera-Zehren wollte jetzt die Hundesteuer erhöhen. Doch der Mehrertrag wäre für die Gemeinde kaum von Bedeutung gewesen, der Ärger dafür aber umso größer.

Generell ist die Hundesteuer seit Jahren ein Streitpunkt. Warum soll gerade auf dem Dorf, wo ein Hund in der Regel zum Bewachen des Grundstückes dient, Hundesteuer bezahlt werden? Die wurde einst als Luxussteuer erdacht. Doch Luxus ist ein Hund nicht, jedenfalls nicht auf dem Land. 

Der Gemeinderat machte die Preistreiberei jedenfalls nicht mit, lehnte den Vorschlag der Verwaltung ab. Gut so! Gemeinderäte vertreten die Interessen ihrer Wähler, sind nicht der verlängerte Arm der Verwaltung. Für ihre Haltung verdienen sie Respekt.

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