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Meißen

Retter in Familie

Rettungsschwimmerinnen aus Meißen waren bei den Europameisterschaften im italienischen Riccione erfolgreich.

Undine Lauerwald brachte insgesamt 13 Medaillen mit nach Hause und wurde für die Nationalmannschaft aufgestellt.
Undine Lauerwald brachte insgesamt 13 Medaillen mit nach Hause und wurde für die Nationalmannschaft aufgestellt. © Steph Dittschar

Meißen. Bei den Europameisterschaften im Rettungsschwimmen in Riccione (Italien) erzielte die Meißnerin Ute-Christiane Lauerwald mit Vizemeistertiteln über 100 Meter Hindernisschwimmen und 100 Meter Lifesaver sowie den Europameistertiteln über 50 Meter Retten und 100 Meter Retten mit Flossen in ihrer Altersklasse beachtliche Ergebnisse. Ihre Siege veredelte sie noch mit zwei neuen Europarekorden. Ute-Christiane Lauerwald startete in Riccione für die DLRG-Gliederung Niederes Elbtal Meißen.

Im zweiten Abschnitt startete ihre Tochter Undine Lauerwald, die bei der DLRG Halle-Saalekreis trainiert, mit der Juniorennationalmannschaft. Bei allen drei Einzel- und vier Staffelstarts qualifizierte sie sich für das Finale und errang fünf Medaillen. Sie wurde Vize-Europameisterin über 100 Meter Retten mit Flossen.

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Die Mix-Staffel der deutschen Junioren (Holt/Hetfeld/Wulf/Lauerwald) stellte sowohl im Vorlauf als auch im Finale jeweils einen neuen Juniorenweltrekord auf. Die deutschen Juniorinnen in der Besetzung Lauerwald/Toti/Quinke/Holt verbesserten in der Puppenstaffel ebenfalls den Juniorenweltrekord. Zwei weitere Silbermedaillen konnten sie mit der Hindernis- und in der Gurtretterstaffel in Empfang nehmen. Zudem erkämpfte sich Undine bei den Freigewässerdisziplinen mit der Tube-Staffel eine Bronzemedaille.

Ute-Christiane Lauerwald startete in Riccione für die DLRG-Gliederung Niederes Elbtal.
Ute-Christiane Lauerwald startete in Riccione für die DLRG-Gliederung Niederes Elbtal. © Steph Dittschar

Nach dem umfangreichen Programm mit der Nationalmannschaft kamen noch einmal fünf Wettkampftage bei den Vereinseuropameisterschaften auf Undine zu. Gemeinsam mit zehn Sportlern ihres Halleschen Teams gelang es der Sportschülerin, Vereinseuropameisterin zu werden. In ihrem Team wurde sie erfolgreichste Einzelsportlerin. Die 16-jährige startete aufgrund ihrer Teilnahme in der Erwachsenenstaffel auch im Einzel in der offenen Klasse und konnte sich hervorragend platzieren.

Überraschend gewann sie als die Jüngste des Feldes die 100 Meter Retten mit Gurtretter. „Ich kann es noch nicht glauben, dass ich nun Europameisterin bin.“ Im Finale hatte sie ihre Bestzeit um 1,5 Sekunden gesteigert und schwamm in einem starken Endspurt sogar noch an der italienischen Favoritin Vittoria Borgnino vorbei, wie das Internet-Portal „dubisthalle“ kürzlich vermeldete.

Des Weiteren wurde Undine Vizeeuropameisterin über 100 Meter Retten mit Flossen und holte sich die Bronzemedaille über 200 Meter Superlifesaver. Dazu kamen weitere Staffelmedaillen im Pool (Mix-Staffel Gold, Puppenstaffel Bronze) und in Freiwasserdisziplinen (Tube Gold und Tablin Bronze).

So konnte Undine insgesamt 13 Medaillen mit nach Hause nehmen. Ihr Hallenser Trainer Daniel Gätzschmann erklärte: „Undine hat sich vor allem in den letzten Wochen sehr stark verbessert. Sie ist eine Allrounderin, mit ihren Leistungen hat sie nicht nur die Konkurrenz erstaunt.“

Bundestrainerin Elena Prelle nominierte die Juniorin aufgrund ihrer Leistungen für die Auswahlmannschaft für den Internationalen Deutschlandpokal vom 21. bis 24. November in Warendorf in Nordrhein-Westfalen. Dieser bildet jährlich den Schlusspunkt in der Rettungssportsaison in Deutschland. 2016 kamen Athleten aus elf Nationen und 17 DLRG-Landesverbänden. Bei den Wettkämpfen in der Sportschule der Bundeswehr traten gut 300 Rettungssportler an. (SZ)