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Rettung für den Weifbergturm

Das Geld für die Sanierung steht bereit. Während der Bauzeit bleibt der Turm in Hinterhermsdorf allerdings mehrere Monate gesperrt.

© Archivfoto: Dirk Zschiedrich

Von Dirk Schulze

Hinterhermsdorf. Auf dem Konto ist der sechsstellige Betrag noch nicht eingegangen, aber die Entscheidung ist gefallen. Der von der Schließung bedrohte Weifbergturm in Hinterhermsdorf kann saniert werden. Per Anruf aus dem sächsischen Wirtschaftsministerium wurde die Stadt Sebnitz vorab über den Erfolg ihres Förderantrags informiert, wie Oberbürgermeister Mike Ruckh (CDU) erklärt. Der Freistaat stellt demnach 304 000 Euro für die Sanierung des hölzernen Aussichtsturms bereit, das entspricht einem Anteil von 85 Prozent der Kosten. Insgesamt sind 357 000 Euro nötig, um den 17 Jahre alten Turm aufzumöbeln. Das ist mehr als der Bau seinerzeit gekostet hat.

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„Damit können wir optimistisch in die Zukunft schauen“, sagte OB Ruckh in der jüngsten Sitzung des Sebnitzer Stadtrats. Noch vor einem Jahr war die Zukunft des Bauwerks ungewiss. Die Stadt wollte das Geld für die Sanierung über ein EU-Förderprogramm speziell für Aussichtstürme im deutsch-tschechisch-polnischen Grenzgebiet einwerben. Doch das scheiterte. Offenbar gab es mehr Bewerber als Budget.

Rastplatz am Fuße des Turms

Die Sanierung soll nun zwischen Mai und Oktober 2018 vonstattengehen. Sobald der Förderbescheid im Sebnitzer Rathaus vorliegt, will die Stadt die Arbeiten ausschreiben – und dazu gehört mehr als das Wechseln der morschen Balken des Weifbergturms. Das gesamte Areal soll aufgewertet und für Touristen attraktiver werden. Am Fuße des Turms soll ein überdachter und mit Pflaster befestigter Rastplatz für Wanderer, Ausflügler und Radfahrer entstehen, der Sitzgelegenheiten für bis zu 20 Personen bietet. „Besucher können so auch bei schlechtem Wetter, insbesondere wenn die Aussicht auf dem Turm nicht lohnend ist, verweilen und sich ausruhen“, erklärt Stadtsprecherin Kerstin Nicklisch. Gestalterisch soll der Rastplatz der Architektur des Turmes gleichen. Für die Kinder wird ein Spielgerät installiert.

Aufgrund des erhöhten Aufwandes werden die Bauarbeiten voraussichtlich von Anfang Mai bis Ende Oktober dauern. Während dieser Zeit bleibt der Weifbergturm für Besucher gesperrt – also fast die gesamte Urlaubssaison 2018. Ohne den zusätzlichen Rastplatz hätte es allerdings keine Fördermittel die Sanierung des Turms gegeben. Und ohne Sanierung hätte der Weifbergturm aus Sicherheitsgrünen dauerhaft gesperrt werden müssen.