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Rettungsaktion am Schlossteich

Die Wachauer Ortswehr war mehrere Stunden im Einsatz. Alles verlief nach Plan.

© Feuerwehr Wachau

Von Thomas Drendel

Wachau. Nachts vor dem Schloss Wachau: Feuerwehren fahren vor, Scheinwerfer werden aufgebaut. Dann schiebt sich ein Feuerwehrmann auf zwei Leitern behutsam über den zugefrorenen Schlossteich. Eine reglose Person ragt aus einem Eisloch heraus. Dann ist es geschafft. Der Körper wird herausgezogen. Feuerwehrleute ziehen an zwei Seilen die Leitern mit dem Verunglückten langsam an Land.

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Was wie eine Rettungsaktion aussieht, entpuppt sich als Übung. Die Wachauer Wehr nutzt die Eisdecke, um das Bergen von eingebrochenen Personen zu simulieren. „Dazu haben wir ein Loch in das Eis gesägt“, sagt Dominik Thamsen, Ortswehrleiter von Wachau. „Wir hatten zunächst vor, einen Kameraden im Überlebensanzug in das Eisloch zu stecken. Aber da wir mehrere Rettungsdurchgänge planten, wäre das selbst in dem dichten Anzug zu kalt geworden. So ist es dann eine Art Puppe im Neoprenanzug geworden. 80 Kilo schwer, genauso wie eine Durchschnittsperson.“ Nach Angaben des Ortswehrleiters wurden verschiedene Arten der Bergung getestet. „Wir haben uns mal mit einer Leiter, mal mit zweien vorsichtig über das Eis bewegt. Für die Kameraden ist es wichtig, diese Situationen durchzuspielen.“ In den vergangenen Jahren sei es nicht möglich gewesen, diese Art von Einsätzen zu üben. „Das Eis war einfach nicht da.“ Glücklicherweise kommen Vorfälle mit im Eis eingebrochenen Personen selten vor. Dass Feuerwehrleute jedoch immer darauf vorbereitet sein müssen, zeigt das Ereignis vor einigen Tagen in Moritzburg. Dort waren gleich acht Menschen beim Schlittschuhlaufen im Eis eingebrochen. Alle schafften es zwar noch vor dem Eintreffen der Feuerwehr zurück aufs Eis und ans sichere Ufer. Ein Ehepaar musste jedoch vom Rettungsdienst ins Krankenhaus gebracht werden.

Bei der Ortsfeuerwehr gab es nach Angaben von Dominik Thamsen in den vergangenen Jahren keine derartigen Rettungseinsätze. „Aber besser, man ist vorbereitet“, sagt er und warnt. „Das Betreten von zugefrorenen Teichen ist grundsätzlich sehr gefährlich und sollte unterbleiben. Gerade jetzt, wo das Eis wieder taut, ist die Eisfläche unberechenbar.“