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Rettungshubschrauber in Not

Im Landeanflug touchierte der Heli mit dem Rotor einen Baum. Die Notärzte sollten ein kleines Mädchen versorgen.

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© Tina Soltysiak

Döbeln. Auf der B 169 hat es am Donnerstagvormittag gegen 11 Uhr am Abzweig Forchheim einen schlimmen Unfall gegeben. Dabei wurden fünf Personen schwer verletzt.

Ein kleines Mädchen sollte vorsorglich mit dem Rettungshubschrauber transportiert werden. Die Bundesstraße war an der Unfallstelle weiträumig abgesperrt worden, damit der Helikopter landen konnte. Geplant war, so Polizeibeamte vor Ort, dass der Hubschrauber auf der Straße aufsetzt. Stattdessen landete er auf einer angrenzenden Wiese unweit des Reifenhandels. Beim Anflug geriet er mit dem Rotor in einen Baum und riss einige Zweige ab. Während der Notarzt das Kind, das bereits im Rettungswagen versorgt worden war, begutachtete, kontrollierte die Besatzung die Rotorflügel auf Schäden. Dafür hatten sie sich beim Reifenhandel eine Leiter ausgeliehen. Der Helikopter war trotz dieses Malheurs noch flugtauglich.

Die Kollision zwischen den beiden Fahrzeugen ist laut Polizeihauptmeister Dietmar Fischer vom Unfalldienst Brand-Erbisdorf auf einen Vorfahrtsfehler zurückzuführen. Ein Pkw Mazda ist von Forchheim aus nach links auf die Bundesstraße in Richtung Döbeln abgebogen. Dabei stieß er mit einem Pkw Skoda zusammen. „Der Mazda-Fahrer hat die Vorfahrt missachtet“, sagte Fischer auf DA-Nachfrage.

Im Mazda war eine Familie mit zwei Kindern – darunter das kleine Mädchen – unterwegs. Die übrigen Familienmitglieder waren mit dem Rettungswagen in eine Klinik gefahren worden. Im Skoda habe eine Person gesessen. „Wir gehen davon aus, dass alle fünf Unfallbeteiligten schwer verletzt sind“, erklärte Fischer. Von Schwerverletzten werde gesprochen, wenn die Personen länger als 24 Stunden im Krankenhaus bleiben müssen.

Die Höhe des beim Unfall entstandenen Sachschadens steht noch nicht fest. An beiden Autos entstand Totalschaden. (sol)