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Rettungskräfte üben auf der Elbe

Was passiert, wenn Passagiere von einem brennenden Schiff springen? Im Ernstfall muss alles schnell gehen.

© Repro: Marko Förster

Bad Schandau/Dolni Sleb. Eine großangelegte Übung der Rettungskräfte fand am Sonnabend auf der Elbe im Grenzgebiet zwischen Schmilka und dem tschechischen Hrensko statt. Das Szenario: Auf einem Passagierschiff auf dem Weg von Decin nach Schmilka brach im Maschinenraum nach einem technischen Defekt ein Feuer aus. Die sofort vorgenommenen Löschversuche des Personals schlugen fehl. Der Kapitän steuerte einen Kai am rechten Ufer der Elbe an und ließ das Schiff evakuieren. Nicht alle Passagiere konnten das Schiff an Land verlassen, 15 Personen sprangen in ihrer Panik in die Elbe.

Diese Übung entwickelte die Feuerwehr vom tschechischen Dolni Sleb in Zusammenarbeit mit der Verwaltung der Stadt Decin. Im Zuge des sogenannten Ziel-3-Projektes Decin/Bad Schandau war das gleichzeitig ein weiterer Baustein für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit, die über das Projekt gefördert wird.

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Der Einsatzleiter der tschechischen Feuerwehr stellte nach dem Eintreffen vor Ort schnell fest, dass die eigenen Kräfte für die Rettung nicht ausreichen, und entschloss sich, über das Lagezentrum in Usti zusätzliche Kräfte aus Deutschland alarmieren zu lassen.

So rückten 34 Kameraden aus Bad Schandau, Reinhardtsdorf und Schöna mit sechs Fahrzeugen und dem Rettungsboot an. Die primäre Aufgabe lag in der Personenrettung aus der Elbe sowie dem Transport der Verletzten vom Boot zum Rettungsdienst.

Fazit der Übung ist, dass die Zusammenarbeit von Mal zu Mal besser geworden und ein Dolmetscher nicht mehr zwingend notwendig ist. Die Kommunikation der Einsatzkräfte könne auch mit Händen und Füßen erfolgen. Gegen 12 Uhr wurde die Übung mit einer Auswertung und einem gemeinsamen Imbiss beendet. (mf)