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Rettungsschiff „Lifeline“ im Hafen von Valletta gerammt

Den Schaden am Boot kann der Dresdner Verein nicht aus eigenen Mitteln beheben. Deshalb hoffen die Seenotretter auf Spenden.

Valletta/Dresden. Das Rettungsschiff des Vereins „Mission Lifeline“ ist bei einer Kollision im Hafen der maltesischen Hauptstadt Valletta beschädigt worden. Ein libysches Fischereischiff hatte das Boot am Freitag gerammt, wie die Nichtregierungsorganisation aus Dresden mitteilte.

Nach Auswertung von Videomaterial stehe fest, dass das Schiff „Lifeline“ nicht absichtlich gerammt wurde. Grund für die Kollision soll ein Versagen der Ruderanlage gewesen sein. Durch den Unfall ist das Schlauchboot so stark beschädigt worden, dass der Verein es nicht aus eigenen finanziellen Mitteln reparieren kann.

Man schätze den Schaden auf rund 15 000 Euro, sagte Vereinssprecher Axel Steier. Ob der Unfallverursacher dafür aufkomme, sei mehr als ungewiss. Laut Mitteilung auf Facebook ist auch unklar, ob und wann eine Versicherung den Schaden reguliert. Man rufe daher zu Spenden auf, um den Schaden so schnell wie möglich zu beheben.

„Der Unfall ist ein Rückschlag für uns“, sagte Steier. Man habe gerade mit der Reparatur des Krans beginnen wollen. Der Unfall wurde bei der maltesischen Polizei angezeigt.

Die Nichtregierungsorganisation „Mission Lifeline“ hat es sich zum Ziel gesetzt, im Mittelmeer vor der Küste Libyens Menschen aus Seenot zu retten und Flüchtlinge vor dem Ertrinken zu bewahren. (dpa)