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Rettungswache zieht nach Roßwein

Der Landkreis hat sich mit dem Vermieter der alten Post geeinigt. Der besteht jedoch auf einen sehr langen Mietvertrag.

© Dietmar Thomas

Von Maria Fricke

Freiberg/ Roßwein. Es kann weitergehen an der Baustelle der alten Post in Roßwein. Im Landratsamt Mittelsachsen wurden am Mittwoch die Weichen für die Unterbringung der neuen Rettungswache an dem Standort an der Poststraße 2 gestellt. Die Mitglieder des Ausschusses für Umwelt und Technik stimmten zu, dass der Landkreis mit dem Vermieter einen Vertrag abschließt.

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Die Rettungswache Naußlitz ist nicht mehr zeitgemäß.
Die Rettungswache Naußlitz ist nicht mehr zeitgemäß. © Dietmar Thomas

In Kraft tritt der Mietvertrag zum 1. Dezember. Laut Beschlussvorschlag hat er eine Mindestlaufzeit von 15 Jahren. Anschließend bestehe die Möglichkeit, den Vertrag jedes Jahr zu verlängern. Mit zwei Gegenstimmen wurde der Landrat am Mittwoch von den Ausschussmitgliedern beauftragt, eine entsprechende Vertragsausfertigung abzuschließen. Der Gesamtwert des Vertrages über die Mindestlaufzeit beläuft sich auf rund 322 000 Euro.

„Es ist wichtig, dass wir den Mietvertrag jetzt absichern, damit die Bauarbeiten an dem Standort weitergehen können“, informierte Landrat Matthias Damm (CDU). Vorgesehen ist die Rettungswache im Hinterhof der alten Post. Geplant ist dort ein Anbau, in welchen die Fahrzeughalle der Rettungswache einziehen soll. Rund 450 000 Euro soll allein der Bau der Rettungswache in dem Haus, das zum Ärzte- und Gesundheitszentrum umgebaut wird, kosten. Dr. Clemens Otto, Allgemeinmediziner in Roßwein, wird mit seiner Praxis ebenfalls in die Post ziehen.

Offenbar seit September steht der Landkreis, der ab Januar 2017 für den Rettungsdienst im Bereich Döbeln zuständig ist, mit dem Vermieter im Gespräch. Lange wurde der Umzug der Wache nicht offiziell bestätigt. Unter anderem hatte es Bedenken wegen des Lärmschutzes gegeben. Bei einem Vor-Ort-Termin erkundigte sich Petra Wein, Abteilungsleiterin Kreisentwicklung und Bauen im Landratsamt, nach einem Lärmschutzgutachten. Dieses sei inzwischen in Auftrag gegeben worden, sagte Projektmanagerin Gaby Zemmrich vor Kurzem.

Einige Ausschussmitglieder waren angesichts der langen Laufzeit des Vertrages skeptisch. „Das hört sich für mich nach einem Knebelvertrag an“, hieß es unter anderem. Das konnte Damm entkräften: „Der Vertrag ist einvernehmlich und auf Augenhöhe ausgehandelt worden.“

Bisher wird die Region Roßwein von der Rettungswache in Naußlitz aus versorgt. Diese befindet sich an der Anschlussstelle A 14 Döbeln-Ost in der Nähe eines Abschleppservice. „Die Rettungswache ist grenzwertig, erfüllt nicht mehr die Anforderungen an die Arbeitsstätten“, sagte Steffen Kräher von der Abteilung Ordnung und Sicherheit im Landratsamt. Darauf wies im Vorfeld auch schon Jörg Hirschel, der Geschäftsführer des Kreisverbandes Döbeln-Hainichen des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), hin.

Der Kreisverband wird auch in den kommenden zwei Jahren für den Rettungsdienst in der Region Döbeln zuständig sein (DA berichtete). Mit dem neuen Standort sollen sich nicht nur die Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter verbessern. Optimiert werde dadurch laut Hirschel auch die Versorgung der Region Roßwein. (mit DA/sol)