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Dresden

„Bemerkenswerte Dreistigkeit“

Mit einer saftigen Standpauke endete in Dresden der Prozess gegen eine 62-jährige Frau, deren Dobermänner wiederholt zugebissen haben.

© Fabian Deicke

Über 300 Seiten stark ist die Akte über die Dobermänner von Petra K. im Pirnaer Landratsamt. Spätestens seit September 2014 sind die Hunde der 62-Jährigen aus Dippoldiswalde-Schlottwitz Programm bei den Behörden. Und spätestens seit diesem Zeitpunkt, es ist der erste aktenkundige Hundebiss ihrer Tiere, weiß Petra K. um die Gefahr ihrer beiden siebenjährigen Rüden. Das sagte Richter Rainer Gerards im Amtsgericht Dresden in seiner Urteilsbegründung. Dort endete nach einem knappen Monat der Prozess gegen K. Die Deutsche wurde wegen fahrlässiger Körperverletzung in fünf Fällen und zwei Ladendiebstählen zu einer Geldstrafe von 5.750 Euro verurteilt. Außerdem muss sie insgesamt 1.000 Euro Schmerzensgeld an vier Opfer ihrer Hunde Pico und Topo zahlen.

Zwischen März 2015 und Februar 2018 haben die Tiere immer wieder zugebissen. Meist in der Dresdner Heide traf es ein fünfjähriges Mädchen und deren Mutter, Wanderer, Spaziergänger und Jogger. Die Tiere waren mal ohne Leine, mal an einer Schleppleine und stets ohne Maulkorb unterwegs. In dem Wissen, dass Pico und Topo gefährlich sind, habe die Angeklagte ihre Sorgfaltspflicht sträflich vernachlässigt. Man könnte dabei sogar an „bedingten Vorsatz“ denken, so der Richter.

365 Tage für Patienten da

Die Dresdner City-Apotheken bieten mehr, als nur Medikamente zu verkaufen. Das hat auch mit besonderen Erfahrungen zu tun. Was, wenn Sonntagmorgen plötzlich der Kopf dröhnt oder die Jüngste Läuse mit nach Hause gebracht hat?

Erschwerend hinzu kommt, dass Petra K. zweimal weggelaufen sei, als ihre Rüden zugebissen hatten, zweimal habe sie den Geschädigten falsche Angaben gegeben, um nicht haftbar gemacht zu werden. Gerards nannte das eine „bemerkenswerte Dreistigkeit und Unverfrorenheit“, die er so als Richter noch nicht erlebt habe. Bei manchen Bissverletzten musste die Wunde ausgeschnitten werden, weil unklar war, wie gefährlich die Tiere sind. Die Angeklagte habe die Pflicht dafür zu sorgen, dass ihre Tiere niemanden verletzen können. Erst zuletzt habe sich ihr Verhalten diesbezüglich verbessert, sagte Gerards. Außerdem wurde K. zweimal bei Ladendiebstählen in einem Weißiger Biomarkt erwischt, wo sie auch Hundefutter entwendet hatte. 

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