merken

Feuilleton

Richter zeigt neue Bilder im Albertinum

Die Bleistiftzeichnungen von Gerhard Richter werden vom 8. Februar bis Anfang Mai in Dresden zu sehen sein.

Gerhard Richters Bleistiftzeichnungen entstanden nach einer längeren Arbeitspause.
Gerhard Richters Bleistiftzeichnungen entstanden nach einer längeren Arbeitspause. © Sebastian Kahnert/dpa

Dresden. Das Gerhard Richter Archiv Dresden zeigt ab Samstag erstmals rund 70 neue Bilder des aus der Elbestadt stammenden und in Köln lebenden Künstlers. Die Bleistiftzeichnungen entstanden nach einer längeren Arbeitspause seit November 2017. "Das jüngste Blatt datiert vom 1. Januar 2020", sagte Archivleiter Dietmar Elger am Freitag. Damit sei ein Großteil dessen, was der 87-Jährige in den vergangenen drei Jahren geschaffen habe, zu sehen. 

Richter ist einer der wichtigsten Gegenwartskünstler. Laut Elger, der eng mit ihm zusammenarbeitet, hat Richter 2017 vorläufig aufgehört mit der Ölmalerei und zeichne.

Alles zum Berufsstart

Deine Ausbildung finden, die Lehre finanzieren, den Beruf fortführen - Hier bekommst Du Stellenangebote und Tipps in der Themenwelt Arbeit und Bildung.

Die kleinformatigen abstrakten Kompositionen (zu sehen bis 3. Mai im Dresdner Albertinum) seien mit Tagesdaten versehen, die nicht der Entstehungszeit entsprechen, und in Werkblöcke gegliedert, sagte Elger. Auch das Sonderformat unterscheide sie von früheren abstrakten Graphitzeichnungen in Standardformaten. "Die markanteste Neuerung ist der Einsatz von Farbstiften und Fettkreiden, die den jeweiligen Kunstwerken eine zusätzliche Dimension und Komplexität verleihen."

© Sebastian Kahnert/dpa

Ab 8. Mai widmet sich die Ausstellung "Gerd Richter 1961/62" der noch weitgehend unbekannten Zeit im Leben des Künstlers. "Sie umfasst die zwei Jahre von der Flucht in den Westen bis zum Beginn des offiziellen Werkkatalogs mit den ersten nummerierten Bildern", sagte Elger. Dank zahlreicher Briefe, die Elger vor über 20 Jahren erwarb, könne ein in Form und Ausführlichkeit bisher einmaliger Einblick gegeben werden. 

Richter komme quasi selbst zu Wort, auch zu seiner künstlerischen Arbeit. "In der Zeit der Umstellung nannte er sich Gerd, um sein Schaffen vom offiziellen Werk abzutrennen." (dpa)