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Richtfest fürs neue Gerätehaus

In dem alten Haus gibt es nicht einmal ein Waschbecken. Im neuen wird auch Platz für einen Schulungsraum und ein zweites Fahrzeug sein.

© Norbert Millauer

Von Sven Görner

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Großdittmannsdorf. Was macht ein Zimmerer- und Dachdeckermeister beim Richtfest, wenn das Dach des neuen Hauses vor allem aus Metall besteht? Er baut einen wunderschönen Bock aus Holz, in den die künftigen Hausherren, der Tradition entsprechend, einen langen Nagel einschlagen dürfen. Und damit bei der zukünftigen Nutzung auch gleich klar ist, wem das Prachtstück gehört, wurde noch gut sichtbar der Schriftzug FFW Großdittmannsdorf in das helle Holz eingearbeitet. Da das neue Feuerwehrgerätehaus mit der Großdittmannsdorfer Ortswehr und der Stadt Radeburg eigentlich zwei Hausherren hat und der Landkreis Meißen obendrein noch Fördermittel zum Bau dazu gibt, wurden gestern gleich drei Nägel eingeschlagen. Wobei Wehrleiter Ralf Posselt mit sicherer Beil-Handhabung eindeutig die Nase vorn hatte gegenüber der Bürgermeisterin und dem Landrat, die beide mit Zimmermannshämmern hantierten.

Auf der Zeichnung, die das neue Haus mit Blick aus Richtung Kirche zeigt, ist er in der Mitte zu sehen.
Auf der Zeichnung, die das neue Haus mit Blick aus Richtung Kirche zeigt, ist er in der Mitte zu sehen. © Bauplanungsbüro Matthias Kluge

Nach einigen Anlaufschwierigkeiten bei den Mauererarbeiten kann man sich jetzt mit ein bisschen Fantasie und ein paar Erklärungen schon ganz gut vorstellen, wie das neue Feuerwehrdomizil künftig aussehen wird. Noch brauchen die 23 aktiven Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Großdittmannsdorf – darunter auch eine Frau – allerdings Geduld. Denn bis zum Umzug wird es noch ein paar Monate dauern. Geplant ist die Fertigstellung des neuen Gerätehauses im Spätsommer.

Angesichts der enormen Verbesserungen gegenüber dem derzeitigen Zustand ist das für die Großdittmannsdorfer Brandbekämpfer aber sicher kein Problem. Denn das Gerätehaus, das sie seit vielen Jahren nutzen, ist eigentlich nicht viel mehr als eine Garage. Es gibt weder einen Schulungsraum noch Toiletten und Duschen. Nicht einmal ein Waschbecken.

Das wird sich mit dem Umzug ändern. Auch ein kleines Lager und ein Raum für den Wehrleiter sind in dem Neubau geplant. Der separat stehende alte Schlauchturm bleibt übrigens erhalten und wird auch künftig weiter genutzt. In diesem können die Kameraden nicht nur Schläuche trocknen, sondern auch das Abseilen üben. Der Turm wurde 1928 gebaut und ist immer noch voll funktionstüchtig, sagt der Wehrleiter.

Neben dem Löschfahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr Großdittmannsdorf soll in dem neuen Gerätehaus künftig auch das Tanklöschfahrzeug aus Radeburg untergebracht werden. Denn in der Stadt wird dringend eine Drehleiter benötigt. „Aber für drei Fahrzeuge ist in Radeburg weder der Platz noch das Personal da“, sagt Stadtwehrleiter Marcus Mambk.

Aktuell rechnet man in der Stadtverwaltung derzeit mit Gesamtkosten in Höhe von 655 000 Euro. Das wären 100 000 Euro mehr als die noch im Vorjahr genannte Summe. Wie teuer das Haus tatsächlich wird, weiß man vermutlich schon etwas genauer, wenn im nächsten Monat die Ausbaugewerke vergeben sind. Auf die Höhe der Fördermittel, die der Landkreis vergibt, hat das übrigens keinen Einfluss. Nach den derzeit gültigen Richtlinien gibt es einen Festbetrag für Neubauten. Und der beträgt 180 000 Euro pro Stellplatz.