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Familie

Richtig messen bei Kinderschuhen

Schuhe kaufen mit dem Nachwuchs kann zur Nervenprobe werden. Dennoch sollte man nicht vorschnell zugreifen. Ein Experte erklärt, worauf es bei der Größe ankommt.

Beim Schuhkauf sowohl die Füße des Kindes als auch die Innenlänge der Schuhe messen: So können Fußschäden verhindert werden.
Beim Schuhkauf sowohl die Füße des Kindes als auch die Innenlänge der Schuhe messen: So können Fußschäden verhindert werden. © Adobe Stock/Syda Productions (Symbolfoto)

"Bewege mal deinen großen Zeh, damit ich fühlen kann." Viele Eltern verlassen sich beim Schuhkauf für die Kleinen auf die Daumenprobe. Noch besser ist es aber, wenn sie genau nachmessen: Und zwar die Innenlänge der Schuhe und die Länge der Kinderfüße.

"Die Differenz sollte nicht kleiner als zwölf Millimeter sein", empfiehlt Wieland Kinz vom Forschungsprojekt "Kinderfüße-Kinderschuhe" im österreichischen Bregenz. Das heißt: Zwischen Zehen und Ende des Schuhs sollte mindestens noch so viel Platz sein.

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Fußschäden durch kurze Schuhe

"Wir wissen, dass zu kurze Schuhe zu Fußschäden führen", erläutert der Forscher. Ob auch zu lange Schuhe schaden, dazu gebe es bislang nur Vermutungen, jedoch keine wissenschaftlichen Belege. "Darum würde ich sagen: Wenn der Schuh etwas zu lang ist, ist das kein Problem, wenn er gut am Ballen passt." 

In Zahlen gesprochen: Sitze ein Schuh an Ferse und Ballen gut, könne er durchaus bis zu 20 Millimeter länger sein als die Füße, so Kinz. 

Möglichst oft barfuß unterwegs

Generell plädiert der Sportwissenschaftler allerdings dafür, wann immer es geht auf Schuhe zu verzichten. "Kinder sollten so oft wie möglich barfuß laufen, vor allem in den ersten sechs Jahren." 

Sein Team habe eine Untersuchung in Japan gemacht, wo Kinder in manchen Kindergärten nur barfuß gehen. "Die Barfuß-Kinder hatten, was die Großzehenwinkel angeht, viel bessere Füße. Die Großzehengelenke waren nicht so verformt wie jene der Hausschuhkinder." (dpa/tmn) 

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