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Richtkranz weht überm Hospiz

Zum Welthospiztag am 14. Oktober ist das neue Haus am Hasenberg im Rohbau fertig. Dem Richtfest folgt ein Arbeitseinsatz.

© André Braun

Von Heike Heisig

Leisnig. Abergläubisch dürften weder Investor Frank Lohse noch die Mitglieder des Vereins Lebenszeit sein. „Viel schief gehen kann nun wohl nicht mehr“, findet Alexandra Lohse, die mit Diana Fischer kommissarisch die Geschäfte der Lebenszeit gGmbH führt. Dabei erinnerte sie daran, dass beim Richtfest Freitag, der 13., war und beim ersten Spatenstich der Spaten abbrach. Damit, so hofft sie, dürften die größten Hürden wohl schon gemeistert sein.

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Und tatsächlich. Ihr Mann Frank hatte nur Positives zu berichten. Die Bauarbeiten liegen wieder im Zeitplan, und in dieser Woche ist die Zusage für eine 75-prozentige Förderung für die Parkgestaltung eingetroffen. Die gibt es aus dem Programm der integrierten ländlichen Entwicklung (Ile). „Wir haben hier ein Gelände von 3 000 Quadratmetern“, so Lohse als Eigentümer der früheren Stadtgärtnerei am Hasenberg, auf der das Hospiz Lebenszeit entsteht. Auf der großzügigen Freifläche soll ein Park mit Teich gestaltet werden. „Die Arbeiten dafür starten schon demnächst, damit es keinen Lärm mehr gibt, wenn im Frühjahr die ersten Bewohner einziehen“, sagte er. Frank Lohse stellte in Aussicht, dass der Park mit einem herrlichen alten Baum im Eingangsbereich nicht nur denjenigen offensteht, die im Hospiz wohnen und arbeiten, sondern allen Leisnigern. Vorm Baustart gibt es am 14. Oktober ab 9  Uhr einen Arbeitseinsatz im Freigelände zum Rasen mähen und Hecke schneiden. Jeder, der mit anpackt, ist willkommen.

Auch um Ehrenamtliche, die später im Hospiz mithelfen, hat der Verein beim Richtfest wieder geworben. „Das Wenige, was du tun kannst, ist viel“, zitierte Diana Fischer Albert Schweitzer. Dabei schaute sie voraus auf die Aufgaben, die vor Verein, Gesellschaft und Bauherr liegen, aber auch zurück. Der Satz habe 2012 dazu bewogen, Mitstreiter für die Hospizidee zu gewinnen. Diana Fischer dankte allen, die bisher mitgeholfen haben, einen Ort zu schaffen, an dem Menschen ihre Lebenszeit bis zum Ende in Würde verbringen können.

Dafür gab es zum Richtfest finanzielle Hilfe. Ein Vertreter der VR-Bank Mittelsachsen übergab einen Scheck über 300 Euro. Nur mit Spenden kann das Hospiz dann auch betrieben werden.