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Riesa setzt auf Nachbarschaftshilfe

Eine bekannte Händlerin muss ihr Geschäft schließen - will aber nicht tatenlos zuhause sitzen.

Ausdrucken, ausfüllen, beim Nachbarn abgeben: So sieht praktische Hilfe aus.
Ausdrucken, ausfüllen, beim Nachbarn abgeben: So sieht praktische Hilfe aus. © Christoph Scharf

Riesa. Immer mehr Geschäfte in Riesa müssen wegen der aktuellen Situation schließen - auch das Intersport-Geschäft von Sylvia Donat ist betroffen. Die unfreiwillige Freizeit möchte die Unternehmerin nutzen, anderen zu helfen.

Die Riesaerin hat ein Infoblatt zum Ausfüllen entworfen, ausgedruckt und bei ihren Nachbarn in den Briefkasten gesteckt. "Ich möchte helfen, die weitere Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, unsere Krankenhäuser nicht zu überlasten und Risikogruppen zu schützen", heißt es darauf unter einer gezeichneten Riesa-Silhouette.

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Die Idee: Wer fit und gesund ist, soll für seine Nachbarn etwa Einkäufe oder Botengänge zum Briefkasten übernehmen. Dadurch könnten Risikogruppen - etwa Ältere, Menschen mit einem geschwächten Immunsystem oder mit Vorerkrankungen  - geschützt werden. 

"Diese Gruppen sind es auch, die nun Unterstützung benötigen, um möglichst wenigen sozialen Kontakten ausgesetzt zu sein und um nicht Gefahr zu laufen, sich anzustecken", sagt  Sylvia Donat.

Formular zum Ausdrucken

Wer sich ebenfalls für seine Nachbarn einsetzen will, könne die Vorlage gern ausdrucken, vervielfältigen und als eigenes Angebot nutzen. Einzusetzen sind lediglich noch der eigene Name, eine Kontaktmöglichkeit - und wahlweise noch weitere konkrete Hilfsangebote.

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Im Riesaer Rathaus hält man das für eine gute Idee. "Wenn man einmal einkauft, was ja gestattet ist, kann man ja einfach mehr holen für den Nachbarn", sagt Stadtsprecher Uwe Päsler. "Und gegen das Gefühl des Alleinseins kann das auch helfen, trotz aller räumlicher Distanz."

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