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Riesa verzichtet auf Teilnahme an Wettbewerb

Erstmals seit 2010 nimmt Riesa nicht bei „Ab in die Mitte“ teil. Das hängt auch mit einem Gewinn aus dem Vorjahr zusammen.

Von Stefan Lehmann

Riesa. Die Stahlstadt wird in diesem Jahr nicht am Städtewettbewerb „Ab in die Mitte“ teilnehmen. Das bestätigten die Organisatoren auf SZ-Anfrage. Seit 2010 hatte Riesa jedes Jahr sein Glück in dem Wettbewerb versucht.

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Dass Riesa in diesem Jahr auf die Teilnahme verzichtet, sei von der Stadtverwaltung entschieden worden, so Stadtsprecher Uwe Päsler, „denn die Verwaltung ist ja dann auch verantwortlich für die Bewerbung und so weiter“. Zur weiteren Begründung verweist Päsler auch auf einen Sonderpreis, den die Stadt im vergangenen Jahr gewonnen hatte. Es war der bisher einzige Erfolg der Stadt bei dem Wettbewerb. Statt Geld hatte die Stadt damals wissenschaftliche Unterstützung durch Ronald Scherzer-Heidenberger bekommen. Er ist Professor für Regionalplanung und Städtebau an der HTWK in Leipzig. „Wir möchten zunächst das Thema des Vorjahres abarbeiten“, so Stadtsprecher Uwe Päsler. „Dabei liegt der Ball derzeit bei der HTWK. Der Professor war zu mehreren Vorgesprächen in Riesa, wo über mögliche Projekte diskutiert wurde – Belebung Hauptstraße, Ansiedlung bestimmter Branchen, eventuell Einbeziehung Kaffee Starke. Richtig konkret ist es aber bisher nicht.“ Scherzer-Heidenberger plane nun, weitere Beteiligte ins Boot zu holen und einen Projektvorschlag zu entwickeln. „Die Stadt hofft auf einen Impuls noch in diesem Herbst.“

Der Wettbewerb „Ab in die Mitte“ will nach Angaben der Initiatoren „Gemeinden für die städtebauliche Erneuerung neue Impulse“ verleihen. Seit er 2004 ins Leben gerufen wurde, haben sich mehr als 120 Städte und Gemeinden daran beteiligt. In diesem Jahr haben 21 Gemeinden ihre Ideen eingereicht. (SZ/stl)