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Startklar für die Mondscheinführung

Die Generalprobe für die Veranstaltung, die diesmal in Canitz stattfindet, ist gelaufen. Wer keine Karte bekommen hat, kann die Aufführung trotzdem sehen.

Vor der Canitzer Kirche fand am Montag eine Generalprobe mit Mitwirkenden der Mondscheinführung statt. Thema der Szene: eine neue Orgel für die Kirche.
Vor der Canitzer Kirche fand am Montag eine Generalprobe mit Mitwirkenden der Mondscheinführung statt. Thema der Szene: eine neue Orgel für die Kirche. © privat

Riesa. Wenn die Generalprobe schiefgeht, wird die eigentliche Aufführung ein Erfolg. So zumindest lautet ein weit verbreiteter Aberglaube in der Theaterwelt. Ob denn auch die letzte große Probe vor der diesjährigen Mondscheinführung so richtig in die Hose ging? Organisatorin Maritta Prätzel lacht und drückt es diplomatisch aus. Richtig schiefgelaufen sei die Probe am Montag nicht. "Aber ich sag' mal so: Es konnte jeder für sich feststellen, ob reicht, was er geprobt hat, oder ob noch das eine oder andere vertieft werden muss."

Viel Zeit bleibt für den schauspielerischen Feinschliff aber nicht mehr: Am Freitag und Sonnabend findet die 19. Riesaer Mondscheinführung statt. Austragungsort ist diesmal Canitz. Der Riesaer Stadtteil feiert dieses Jahr seinen 800. Geburtstag. Schon vor Jahren hätten die Canitzer sich gewünscht, dass die Mondscheinführung zu diesem Anlass in ihr Dorf kommt, sagt Stadtmuseums-Chefin Maritta Prätzel.

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Und genau so wird es nun auch kommen: An 13 Stationen werden die Besucher am Freitag und Sonnabend Interessantes zu Gebäuden, Personen und Begebenheiten aus der Canitzer Geschichte erfahren, verspricht Maritta Prätzel. 64 Darsteller werden dafür in verschiedene Rollen schlüpfen und Episoden aus dem 18. bis 21. Jahrhundert darbieten. 21 Gästeführer geleiten die Besuchergruppen dabei von einer Station zur nächsten und sorgen ihrerseits für informative Unterhaltung. Im Hintergrund werden außerdem ein Dutzend Helfer für einen möglichst reibungslosen Ablauf sorgen.

Anders als im Vorjahr, als die Gästezahl bei der Mondscheinführung wegen Corona beschränkt werden musste, sind bei der 19. Ausgabe wieder größere Besuchergruppen möglich. Jeweils 15 Besuchergruppen mit jeweils wiederum 30 Teilnehmern werden am Freitag- und am Samstagabend in Canitz unterwegs sein. Los geht es am Sportplatz. Weitere Stationen sind die Kirche, der Pfarrhof oder das einstige Landambulatorium. Bis zu drei Stunden braucht eine Gruppe, um an allen Stationen einmal vorbeizuschauen. Bis weit nach Mitternacht wird sich die um 17 Uhr startende Veranstaltung für die Mitwirkenden hinziehen.

Gestartet waren die Vorbereitungen für die Mondscheinführung 2021 bereits wieder zu Jahresbeginn, als der Stoff für die Geschichten recherchiert wurde. Seit dem Frühjahr liefen die Proben innerhalb der jeweiligen Gruppen. In den vergangenen Wochen wurde sich dann auch vor Ort in Canitz getroffen, um die Szenen einzustudieren, erzählt Maritta Prätzel.

Neben vielen bekannten und teils auch neuen Gesichtern seien unter den Darstellern diesmal auch etliche Canitzer. Maritta Prätzel zeigt sich erfreut und dankbar über das Engagement von allen, die bei den Aufführungen mitwirken.

Wie bei vergangenen Mondscheinführungen waren die Karten auch bei der 19. Ausgabe im Handumdrehen ausverkauft. Wer nicht dabei sein kann, hat aber gleich mehrere Möglichkeiten, die Aufführungen doch noch zu sehen. Auch diesmal soll wieder ein Film zur Führung entstehen, der später im Museum gekauft werden kann. Außerdem ist geplant, dass die meisten der Szenen von den Schauspielern beim Einkaufssonntag am 10. Oktober im Riesa-Park noch einmal aufgeführt werden, so Maritta Prätzel.

Die Mondscheinführungs-Macherin hofft nun, dass am Freitag und Sonnabend das Wetter mitspielt. Anders als etwa im Vorjahr findet die Veranstaltung diesmal nämlich komplett draußen statt. Die Organisatoren sind laut Maritta Prätzel in Sachen Regenschutz vorbereitet. Besucher werden gebeten, sich ans Wetter angepasst zu kleiden.

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