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Riesa

Automat gewinnt Wahl

In Stauchitz durften Schüler die beste Idee wählen, um den Schulalltag zu verbessern. Die Wahlbeteiligung lag bei 87 Prozent.

Schüler der Oberschule Stauchitz konnten beim Projekt "Deine Idee? Deine Schule. Deine Entscheidung!" aus mehreren Ideen auswählen, um den Schulalltag zu verbessern.
Schüler der Oberschule Stauchitz konnten beim Projekt "Deine Idee? Deine Schule. Deine Entscheidung!" aus mehreren Ideen auswählen, um den Schulalltag zu verbessern. © privat

Stauchitz. Davon können Politiker nur träumen: Bei einer Wahl an der Stauchitzer Oberschule "Anne Frank" lag die Wahlbeteiligung bei 87 Prozent. Das lag wohl auch daran, dass die Schülerinnen und Schüler bei dieser Wahl etwas für sich selbst bewegen konnten. Auf dem Wahlzettel gab es sieben Vorschläge, die im Projekt „Deine Idee? Deine Schule. Deine Entscheidung!“ von Mädchen und Jungen entwickelt wurden, um den Schulalltag zu verbessern.

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Die Sächsische Jugendstiftung in Kooperation mit dem Landesschülerrat und dem Sächsischen Staatsministerium für Kultus stellt hierfür 1.500 Euro zur Verwirklichung der Siegeridee zur Verfügung.

Als eindeutiger Gewinner bei den Mädchen und Jungen ging der Snack- und Getränkeautomat mit 135 Stimmen von 256 Wählern hervor. Der zweitplatzierte Vorschlag eine Ballfangnetzanlage für unseren Kunstrasenplatz erhielt 37 Stimmen. Die Wahlbeteiligung unter den Schülerinnen und Schülern lag bei 87 Prozent.

Die anderen Vorschläge haben im nächsten Schuljahr eine neue Chance, wieder aufgestellt zu werden, denn das Projekt läuft insgesamt drei Jahre.

Ideen müssen realistisch sein

„Deine Idee?“ läuft seit einem Schuljahr an der Stauchitzer Oberschule. Die Organisation obliegt den „Steuerpiraten“, die den Prozess koordinieren und dabei verantwortlich für die Informationsweitergabe sind. In dieser Gruppe arbeiten neben der Vertreterin der Sächsischen Jugendstiftung die Schulleiterin, Vertreter der Lehrkräfte, die Schulsozialarbeiterin und Vertreter der Schülerschaft eng zusammen.

Die Schülerinnen und Schüler entwickeln in diesem Beteiligungsprozess Ideen, wie ihr Schulalltag verbessert werden kann. "Die Klassen diskutieren dabei in ihren Klassenverbänden oder einzeln, welche Vorschläge ihren Lernort Schule attraktiver machen können und reichen diese Ideen ein. Nach bestimmten Kriterien werden im Anschluss die Vorschläge gesichtet und zur Wahl zugelassen, oder auch nicht, wenn die Idee zu teuer oder nicht realistisch ist. Danach erfolgt der Wahlkampf, um Stimmen für die einzelnen Vorschläge zu sammeln. Wie bei einer richtigen Wahl", sagt Lehrerin Viola Fürstenberg. (SZ/jm)

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