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Bahnbauer bereiten schlaflose Nächte vor

Ab Freitag sollen an den Bahnübergängen in Glaubitz Spundwände in den Boden gerammt werden. Das hat Auswirkungen auf die Nachtruhe und den Zugverkehr.

Anfang der Woche wurden Spundwände am Bahnhof Glaubitz abgeladen.
Anfang der Woche wurden Spundwände am Bahnhof Glaubitz abgeladen. © Jörg Richter

Glaubitz. Anrainer der Bahnstrecke in Glaubitz sollten die nächste Nacht nutzen, um noch mal ordentlich durchzuschlafen. Außerdem sollten sie sich Ohrenstöpsel besorgen. Denn die nächsten Nächte könnten lauter als sonst werden.

Wie die Deutsche Bahn bereits vor einigen Wochen angekündigt hat, sollen ab Freitag an den beiden Glaubitzer Bahnübergängen Spundwände in den Boden gerammt werden. Dabei kommt eine Vibrationsramme zum Einsatz, die die Erschütterungen erträglicher machen soll.

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Die Arbeiten dauern etwa eine Woche. Aus diesem Grund gibt es auch einen veränderten Fahrplan. Von Freitag, 16. April, 8 Uhr, bis Montag, 19. April, 4 Uhr ist die Strecke zwischen Zeithain und Priestewitz/Kottewitz voll gesperrt. Am Montag und Dienstag werden hier ebenfalls von 8 bis 16 Uhr keine Züge fahren. Die zweite große, durchgehende Sperrung folgt vom 21. April (Mittwoch) 8 Uhr, bis zum 23. April, 22 Uhr.

Während der Streckensperrungen fallen sämtliche ICE-Züge zwischen Dresden und Leipzig aus. Die IC-Züge zwischen Riesa und Dresden werden umgeleitet, mit früheren Abfahrten und späteren Ankünften. Auch der Regionalexpress (RE 50) wird zwischen Riesa und Dresden umgeleitet. Für ihn wird zwischen Riesa und Großenhain (Cottbuser Bahnhof) ein Schienenersatzverkehr eingerichtet. Für Reiseverlängerungen und entstehende Unannehmlichkeiten bittet die Bahn ihre Kunden um Entschuldigung.

Das Einrammen der Spundwände zwischen die Gleise ist für den Bauablauf in den nächsten vier Jahren wichtig. Die Stahlprofile dringen bis zu zwölf Meter tief ins Erdreich ein und sollen es möglich machen, dass die Bahnstrecke Dresden-Leipzig in diesem Bereich wenigstens halbseitig befahrbar ist.

Die Bahn hatte Ende letzten Jahres extra Probe-Rammungen durchgeführt, um den Untergrund zu erkunden. Als "geologisch anspruchsvoll" habe sich dabei der Berg zwischen dem Chemiewerk Nünchritz und Zschaiten erwiesen, so Braune. Dort trafen die Bauleute auf Felsgestein.

Alle neuen Eisenbahnüberführungen sollen bei laufendem, eingleisigem Bahnverkehr gebaut werden. Deshalb wird es in den nächsten vier Jahren auch immer wieder zu Einschränkungen für den Zugverkehr zwischen Riesa und Dresden kommen.

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