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Christopher Street Day in Riesa soll fortgesetzt werden

Die Premiere zählte laut den Veranstaltern mehr Besucher als erwartet. Zahlreich war auch jemand anderes vertreten.

Die zentrale Kundgebung beim ersten Riesaer Christopher Street Day fand, ebenso wie Konzerte, auf dem Rathausplatz statt. Die Veranstalter zählten eigenen Angaben zufolge 250 Teilnehmer.
Die zentrale Kundgebung beim ersten Riesaer Christopher Street Day fand, ebenso wie Konzerte, auf dem Rathausplatz statt. Die Veranstalter zählten eigenen Angaben zufolge 250 Teilnehmer. © Eric Weser

Riesa. Der erste Christopher Street Day (CSD) in Riesa kam nach Angaben der Organisatoren auf etwa 250 Besucher. "Diese kamen zum Großteil aus der Region, aber auch aus Dresden, Leipzig und Chemnitz", hieß es am Montag auf Nachfrage von der Linksjugend Basisgruppe Riesa.

Vom Zulauf zeigten sich die Organisatoren von der Riesaer Linksjugend überwältigt. Man habe im Vorfeld mit 100 Teilnehmern gerechnet. Die Resonanz motiviere, weiterzumachen. Demnach soll es im nächsten Sommer wieder einen CSD in Riesa geben. Dieser solle nicht dann nicht mehr allein von der Linksjugend, sondern einem größeren Bündnis organisiert werden. Interesse daran hätten einige Initiativen und Vereine bereits bekundet, hieß es.

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Die Linksjugend Basisgruppe Riesa hatte die bisher vor allem in größeren Städten etablierte Veranstaltung am Sonnabend erstmals in Riesa organisiert. Am frühen Nachmittag waren die Teilnehmer vom Bahnhof aus durchs Zentrum zum Rathausplatz gelaufen, wo eine mehrstündige Kundgebung stattfand. Beobachter zählten dort etwa 120 Menschen. Ziel des CSD ist unter anderem, gegen Ausgrenzung von Homo- oder Bisexuellen aus der Gesellschaft zu und für Toleranz zu demonstrieren.

Vor dem ersten CSD in Riesa hatte es unter anderem in den sozialen Netzwerken viele kritische, teils auch diffamierende Kommentare über Veranstaltung und Organisatoren gegeben. Sorge gab es auch vor möglichen Störungen, insbesondere durch Rechtsextreme. Ende August war deshalb ein CSD in Taucha abgebrochen worden.

Bei der Veranstaltung seien Zwischenfälle ausgeblieben, hieß es von den Organisatoren am Montag. "Lediglich während des Aufzuges haben Passanten am Straßenrand einige abwertende Sprüche gerufen."

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Die Polizei hatte die Veranstaltung am Sonnabend mit rund 40 Beamten abgesichert, teilte diese am Montag auf Nachfrage mit. Das Riesaer Revier sei durch Kräfte der sächsischen Bereitschaftspolizei unterstützt worden, so ein Sprecher. Die Polizei nahm nach eigenen Angaben eine Anzeige wegen eines Verstoßes gegen die Versammlungsauflagen (Alkoholverbot) gegen einen Deutschen auf. Darüber hinaus habe es keine Zwischenfälle gegeben, hieß es weiter. Zur Teilnehmerzahl der Veranstaltung äußerte sich die Polizei nicht. (SZ/ewe)

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