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Coronatest statt Hüpfburg-Verleihe

In der Gemeinde Hirschstein gibt es jetzt auch ein Corona-Testzentrum. Der Betreiber ist ein bekanntes Gesicht.

Seit Mittwoch kann man sich auch im Testzentrum Prausitz auf Covid 19 testen lassen. Hier nimmt Helferin Eyleen Knapp einen Abstrich aus der Nase eines Probanden.
Seit Mittwoch kann man sich auch im Testzentrum Prausitz auf Covid 19 testen lassen. Hier nimmt Helferin Eyleen Knapp einen Abstrich aus der Nase eines Probanden. © Klaus Dieter Bruehl

Hirschstein. Ganz kurzfristig organisiert, nahm jetzt auch in der Gemeinde Hirschstein ein Corona- Testzentrum seinen Betrieb auf. Seit Mittwoch werden in Prausitz in der Hauptstraße 32 im Gebäude der Alten Schule Corona-Schnelltests durchgeführt. "Mich freut es sehr, dass mit dem örtlichen Testzentrum nun auch für die Hirschsteiner Bürgerinnen und Bürger auf kurzem Weg die Möglichkeit besteht, sich auf COVID-19 testen zu lassen. Das Testzentrum ist aber auch für Auswärtige offen. Die Teststrategie ist ein wichtiger Baustein in der Bekämpfung der aktuellen Pandemielage. Ich wünsche mir, dass das Testzentrum rege in Anspruch genommen wird", sagt Bürgermeister Conrad Seifert (CDU) .

Das Testzentrum wird privat betrieben. Der Betreiber ist kein Unbekannter. Frank Werner betreibt normalerweise ein Veranstaltungs-Unternehmen und verleiht Hüpfburgen und Zelte. Der gelernte Facharbeiter für Übertragungstechnik qualifizierte sich zu DDR-Zeiten zum professionellen Schallplattenunterhalter an der Kulturakademie Dresden. Seit 1990 ist er selbstständig.

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Gemeinsam mit seinem Sohn und dessen Lebensgefährtin qualifizierte er sich nun zum Coronatester. "Wir sind froh, dass wir wieder etwas zu tun haben, denn die Veranstaltungsbranche ruht schon seit über einem Jahr, Volksfeste und ähnliches finden nicht mehr statt", sagt der 56-Jährige, der vor sechs Jahren auch für das Amt des Bürgermeisters in Hirschstein kandidierte. Im zweiten Wahlgang erhielt der Heydaer 41,3 Prozent der Stimmen, unterlag damit gegen den jetzigen Amtsinhaber, den 58,7 Prozent der Hirschsteiner ankreuzten.

Bis zu 100 Leute können pro Tag in Prausitz getestet werden. Am ersten Tag lief es noch gemächlich an. Es wurde 15 Tests durchgeführt. Einer davon war positiv. Die Tests sind kostenlos, erfolgen durch einen Abstrich in der Nasenhöhle. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Die Gemeinde Hirschstein ist vergleichsweise gut durch die Pandemie gekommen. Zeitweise war sie die einzige Gemeinde im Landkreis Meißen ohne einen aktiven Coronafall. Derzeit gibt es einen, eben jenen aus dem Testzentrum. Insgesamt verzeichnet die Gemeinde bisher 137 Infizierte. Das ist der niedrigste Wert im gesamten Kreis Meißen. Bisher starben zwei Einwohner an oder im Zusammenhang mit einer Corona-Erkrankung. Weniger gibt es nur in der Gemeinde Käbschütztal mit einem Toten.

Das Testzentrum in Prausitz ist von Montag bis Freitag jeweils 6.30 bis 9.30 Uhr und von 15 bis 18 Uhr geöffnet. Die Krankenkassenkarte muss mitgebracht werden.

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