merken
PLUS Riesa

Die nächsten Wohnblöcke werden saniert

Zuletzt hatte die Wohnungsgenossenschaft Häuser am Karl-Marx-Ring erneuern lassen. Nun geht es in der Nähe weiter.

Blick vom Gelände der 4. Grundschule auf den Klötzerstraßen-Wohnblock mit der Hausnummer 20: Ein Eingang verschwindet komplett.
Blick vom Gelände der 4. Grundschule auf den Klötzerstraßen-Wohnblock mit der Hausnummer 20: Ein Eingang verschwindet komplett. © Eric Weser

Riesa. Durch den Autokran mit dem blauen Ausleger ist es kaum mehr zu übersehen: An den Wohnblöcken entlang der Klötzerstraße wird gebaut. Eigentümer der Gebäude ist die Riesaer Wohnungsgenossenschaft. Der Großvermieter hatte in den vergangenen Jahren bereits benachbarte Wohnhäuser umbauen und sanieren lassen, etwa an der Breitscheidstraße.

Nun also die Plattenbauten parallel zur Klötzerstraße. Doch was hat die WGN dort genau vor? Eine komplexe Kernsanierung sowie den Abbruch eines Eingangs, erläutert die Vorstandsvorsitzende Kerstin Kluge auf Nachfrage von sächsische.de.

Gesundheit und Wellness
Gesundheit und Wellness auf sächsische.de
Gesundheit und Wellness auf sächsische.de

Immer gerne informiert? Nützliche Informationen und Wissenswertes rund um das Thema Gesundheit und Wellness haben wir in unserer Themenwelt zusammengefasst.

Für die müssen laut der WGN-Vorständin alle 60 Wohnungen eines ersten Bauabschnittes leergezogen werden. Wie bei vorangegangenen Baumaßnahmen in anderen Objekte biete die WGN den Mietern neu sanierte Wohnungen im Bestand an und unterstütze die Umzüge auch finanziell, so Kerstin Kluge. Gleiches gelte für weitere 60 Wohnungen in den folgenden Bauabschnitten, die ebenfalls sukzessive leergezogen würden.

Die Grafik zeigt, welche Wohnblöcke die WGN bei ihrer aktuellen Großmaßnahme sanieren beziehungsweise abreißen lassen wird.
Die Grafik zeigt, welche Wohnblöcke die WGN bei ihrer aktuellen Großmaßnahme sanieren beziehungsweise abreißen lassen wird. © SZ

Von den Baumaßnahmen betroffen seien in einem ersten Bauabschnitt die Hausnummern 16a-c mit 36 Wohnungen sowie der Eingang 20a/b mit 24 Wohnungen.

Den Startpunkt der Arbeiten bilde der Abbruch des Eingangs 20a. Der ist jener, an dem momentan der Kran arbeitet. Er verschwinde komplett, so Kerstin Kluge. Damit soll die Zahl der Wohneinheiten weiter reduziert werden, so sehe es die Rückbaukonzeption vor.

Nach dem Abriss soll es mit den Sanierungsarbeiten weitergehen: Geplant ist demnach Kernsanierung der Klötzerstraße 16a-c im Jahr 2022. Dabei werde die gesamte technische Ausstattung – Heizung, Elektrik, Sanitär, Fenster, Türen, Fußböden, Bäder etc. – inklusive der Balkone erneuert, so Kerstin Kluge. Einhergehen werde das auch mit "umfassenden Grundrissänderungen", die zum Ziel hätten, "zukünftig modernen innerstädtischen Wohnraum anbieten zu können". Bewohnbar soll der im Jahr 2023 werden: Im ersten Quartal des übernächsten Jahres will die WGN die Bauarbeiten abgeschlossen haben, damit der Neubezug erfolgen kann.

Im Anschluss plant der Großvermieter die Sanierung der Eingänge 18a-c "in gleichem Umfang". Was die Sanierung der noch verbleibenden Eingänge 20b-d angehe, würden derzeit noch die Planungen laufen, sodass man dazu erst später informieren könne, heißt es von der WGN.

Klar ist unterdessen bereits, was in den Eingängen mit der Hausnummer 16 ansteht und später auch in der 18: Dort sollen jeweils 30 Zwei- bis Fünfraum-Wohnungen mit Größen zwischen circa 45 bis circa 120 Quadratmeter entstehen, so WGN-Vorstandschefin Kerstin Kluge. Alle Wohnungen sollen über neue Balkone und Tageslichtbäder verfügen, die in den großen Wohnungen mit Dusche und Badewanne ausgestattet sein sollen. Erreichbar sein sollen die 13 Zweiraum-, elf Dreiraum-, drei Vierraum- sowie drei Fünfraum-Wohnungen in Zukunft über einen Aufzug.

Für dessen Einbau gibt es Fördergeld: Die WGN werde von der Sächsischen Aufbaubank einen Zuschuss von rund 260.000 Euro aus dem Programm "Seniorengerecht umbauen" erhalten, so Vorstandschefin Kerstin Kluge. Zur Finanzierung der Maßnahme beantrage die WGN auch einen KfW-Kredit über das Programm Bundesförderung für effiziente Gebäude in Höhe von 1,6 Millionen Euro. Was der Umbau insgesamt kosten werde, stehe aber noch nicht fest, so Kerstin Kluge, da man aktuell noch mitten in der Ausschreibungsphase sei.

Ende September war vom Hauseingang mit der Nummer 20a schon kaum mehr etwas zu sehen.
Ende September war vom Hauseingang mit der Nummer 20a schon kaum mehr etwas zu sehen. © Eric Weser

Wie die umgestalteten, aber auch künftig sechsgeschossigen Klötzerstraßen-Wohnhäuser nach der Baumaßnahme äußerlich aussehen werden? Ob es künstlerische Elemente an der Fassade geben wird? Da lässt sich der Großvermieter nicht in die Karten schauen: Man befinde sich noch in den Vorplanungen, heißt es auf Nachfrage. "Die Gebäude sollen aber ein Ensemble bilden." Ein Ensemble, dessen Umfeld die Genossenschaft auch perspektivisch neu gestalten will: "Langfristig ist auch die Erneuerung des Parkplatzbereiches auf der Klötzerstraße geplant", so WGN-Vorständin Kerstin Kluge.

Die WGN, die nach eigenen Angaben mehr als 3.600 Wohnungen in der Innenstadt, in Gröba, Merzdorf und Weida und aber auch den Nachbargemeinden Strehla und Wülknitz verwaltet, setzt damit ihre Sanierungen im Riesaer Zentrum fort. Zuletzt waren zwischen 2019 und diesem Jahr die Häuser am Karl-Marx-Ring 26 bis 32 sowie 34 bis 40 saniert worden.

Mehr zum Thema Riesa