merken
Riesa

Warnung vor falschen Impfversprechen

An der Sachsenarena tauchen kurz vor Ende der Öffnungszeit Menschen auf, die hoffen, Rest-Impfstoff zu erhalten. Das DRK sagt, sie wurden getäuscht.

Das Impfzentrum in der Riesaer Sachsenarena.
Das Impfzentrum in der Riesaer Sachsenarena. © Eric Weser

Riesa. Der Riesaer DRK-Kreisverband warnt vor falschen Impfversprechen im Zusammenhang mit dem Impfzentrum in der Riesaer Sachsenarena. Entgegen von Gerüchten gebe es kurz vor Schließung der Einrichtung am Abend keine Corona-Schutz-Impfungen für Menschen, die sich auf Verdacht dorthin begeben. Impfungen seien grundsätzlich nur mit Termin möglich, schreibt der Verband auf seiner Facebook-Seite.

Hintergrund ist, dass sich Fälle gehäuft hatten, in denen abends Impfwillige an der vom DRK betriebenen Einrichtung aufgetaucht waren – in der Hoffnung, übrig gebliebenem Impfstoff zu erhalten. Das Gerücht sei vermutlich von Hausärzten aus der Region oder auch anderweitig gestreut worden, so Falk Glombik, Vorstand des DRK-Kreisverbands Riesa, am Mittwochabend zu sächsische.de.

Anzeige
Geld für Vereine, Projekte, mehr Zuversicht!
Geld für Vereine, Projekte, mehr Zuversicht!

Mit einem Crowdfundingprojekt unterstützt die Volksbank Dresden-Bautzen eG gemeinnützige Projekte.

Er wolle der weiteren Verbreitung des Gerüchts vorbeugen, dass in sächsischen Impfzentren Impfstoff übrig sei, der kurz vor Schließung der Impfzentren frei verimpft werde, so Glombik.

Es komme zwar vor, dass Impfstoff übrig bleibe, sagt der DRK-Verantwortliche. Doch das sei zum einen selten. Zum anderen liege im Impfzentrum eine Ärzteliste mit Priorisierungen vor, auf die in so einem Fall zurückgegriffen werde.

Glombik sagt, ihm täten die Leute leid, die sich aufgrund der falschen Informationen auf den Weg ins Impfzentrum machen, wo sie dann abgewiesen werden. Exemplarisch verweist der DRK-Vorstand auf den Fall einer Frau, die aus Coswig mit dem Taxi nach Riesa gekommen sei, am Ende aber unverrichteter Dinge wieder heimkehren musste.

Neben dem Schutz der Impfwilligen vor Falschinformationen, unnötigen Wegen und Kosten gehe es ihm aber auch darum, die Mitarbeiter der Einrichtung zu schützen, so Falk Glombik. Diese bekämen den Frust der Menschen ab, die sich – letztlich erfolglos – zum Impfzentrum aufmachen. Der DRK-Verantwortliche berichtet von Diskussionen, aber auch Beschimpfungen, die sich seine Mitarbeiter bereits hätten anhören müssen.

Falk Glombik bittet alle Impfwilligen um Geduld – und Einhaltung der vorgesehenen Terminvereinbarungswege über das Internetportal beziehungsweise die Buchungs-Telefonnummer 0800 0899089. (SZ)

» Mehr lokale Nachrichten – aus Riesa, Großenhain, Meißen, Radebeul

Mehr zum Thema Riesa