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Eigener Straßenname für Brauereisiedlung

Während die Erschließung des neuen Wohngebiets in Riesa läuft, soll sich der Stadtrat um dessen künftige Anschrift kümmern.

Noch ist auf dem Areal zwischen Poppitzer Straße (Häuser im Hintergrund) und Heimweg wenig von der neuen Wohnsiedlung zu erkennen. Nach der jetzt laufenden Erschließung sollen aber die ersten Häuser entstehen.
Noch ist auf dem Areal zwischen Poppitzer Straße (Häuser im Hintergrund) und Heimweg wenig von der neuen Wohnsiedlung zu erkennen. Nach der jetzt laufenden Erschließung sollen aber die ersten Häuser entstehen. © Eric Weser

Riesa. Das Riesaer Straßenverzeichnis könnte demnächst Zuwachs erhalten. Denn die künftige Straße im neuen Wohngebiet an der Brauhaussiedlung soll eine eigene Bezeichnung bekommen – "An der Bergbrauerei".

Mit dem eigenen Straßennamen für das Wohngebiet, soll nach Rathausangaben die Übersichtlichkeit bei der Hausnummernvergabe in dem Gebiet gewahrt werden.

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Der Name soll den Bezug zur Riesaer Brauereigeschichte herstellen, begründet die Stadtverwaltung ihren Vorschlag für die neue Straßenbezeichnung. So sei 1870 die Schlossbrauerei auf dem ehemaligen Klostergelände eröffnet worden, zwei Jahre später die Bergbrauerei auf jenem Gelände, auf dem jetzt das Wohngebiet entsteht.

Über den neuen Straßennamen müssen nun zunächst die Riesaer Stadträte bei ihrem Treffen am Mittwoch abstimmen.

Als Modell existiert die Brauereisiedlung bereits. Sie soll neben dem Heimweg entstehen, der am unteren Bildrand längs verläuft. Parallel dazu verläuft am oberen Bildrand die Poppitzer Straße.
Als Modell existiert die Brauereisiedlung bereits. Sie soll neben dem Heimweg entstehen, der am unteren Bildrand längs verläuft. Parallel dazu verläuft am oberen Bildrand die Poppitzer Straße. © Sebastian Schultz

Für das bereits seit längerem geplante Wohngebiet in Altriesa laufen derzeit die Erschließungsarbeiten. Nach deren Abschluss soll der Bau der ersten Häuser folgen. Insgesamt sollen auf dem Areal neben dem Heimweg neun Einzel- und 14 Doppelhäuser sowie zwei Stadthausgruppen entstehen. Geplant ist außerdem ein Wohnblock als Lückenbebauung an der Poppitzer Straße, der jedoch erst ganz zum Schluss kommen soll.

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Von anderen Wohnbausiedlungen soll sich die Brauereisiedlung unter anderem dadurch unterscheiden, dass den Hauskäufern die Lage ihrer Immobilie und deren äußere Gestaltung vorgegeben sind. Das soll zu einem äußerlich stimmigen Erscheinungsbild der gesamten Siedlung führen. Die Größe der einzelnen Grundstücke ist, um den Pflegeaufwand für die Eigentümer gering zu halten, vergleichsweise überschaubar. Im Wohngebiet sollen künftig keine Autos fahren dürfen.

Wegen des besonderen planerischen Ansatzes versteht sich das vom Hamburger Investor Gunnar Thies vorangetriebene Projekt als sogenannte Reformsiedlung. (SZ/ewe)

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