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Riesa

Eisbahn-Macher hofft auf die Winterferien

Die neue Corona-Verordnung machte auch Torsten Pilz' Plänen einen Strich durch die Rechnung. Der Riesaer setzt nun auf den Februar.

Die Eisbahn in der Vorweihnachtszeit musste Torsten Pilz absagen. Nun hofft er, dass es in den Winterferien klappt.
Die Eisbahn in der Vorweihnachtszeit musste Torsten Pilz absagen. Nun hofft er, dass es in den Winterferien klappt. © Sebastian Schultz

Riesa. Eigentlich war schon seit Oktober alles vorbereitet, sagt Torsten Pilz. So lang ist es her, dass das Gesundheitsamt in Meißen das Hygienekonzept für die Riesaer Eisbahn genehmigt hatte. "Wir hatten ja mit Bella Gröba schon Erfahrungen gesammelt", erklärt Pilz. Für die Schlittschuhläufer an der Freitreppe zum Stadtpark sollte noch eine neue Möglichkeit zur Kontaktnachverfolgung dazukommen. Pilz hatte extra mit dem Macher einer Handy-App Kontakt aufgenommen, um ohne aufwendige Listen am Eingang den Besuch auf der Eisbahn zu ermöglichen.

Dann aber kam doch alles anders: Die Corona-Schutzverordnung Anfang November machte nicht nur den Weihnachtsmarkt, sondern eben auch die Eisbahn unmöglich. Lange hatten Pilz, die Stadt und die Eisbahn-Sponsoren nach einer Lösung gesucht. Am Montag aber folgte die Absage. "Dafür kann niemand was", sagt Pilz am Freitagmittag.

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Heiligabend mit der Familie statt an der Eisbahn

Nun setzen er und die anderen Beteiligten darauf, dass Anfang 2021 die Fallzahlen wieder zurückgehen - und die Verbote wieder gelockert werden. Dann könnte die Eisbahn in den Winterferien im Februar aufgebaut werden. Eine Nachricht, für die Pilz gemeinsam am Freitag mit Oberbürgermeister Marco Müller (CDU) sowie den Vertretern der Hauptsponsoren Feralpi, Volksbank und Stadtwerke extra eine kleine Pressekonferenz einberief - genau am eigentlich geplanten Öffnungstag der Eisbahn. Die Nachricht sei zumindest ein "Hoffnungsschimmer", sagt Müller - und verwies ironisch darauf, dass das Wetter zur Eisbahn-Eröffnung vielleicht noch nie so gut gewesen sei wie 2020.

Eisbahn-Macher und Unterstützer, von links: Christian Dohr (Feralpi), René Röthig (Stadtwerke), Torsten Pilz, Kerstin Harsch (Volksbank) und Oberbürgermeister Marco Müller.
Eisbahn-Macher und Unterstützer, von links: Christian Dohr (Feralpi), René Röthig (Stadtwerke), Torsten Pilz, Kerstin Harsch (Volksbank) und Oberbürgermeister Marco Müller. © Sebastian Schultz

Ob es tatsächlich etwas werden kann mit der Eisbahn - und ob es womöglich auch weitere Neuerungen gibt - wird sich voraussichtlich nach dem Jahreswechsel entscheiden. Die nötige Technik könne man zurzeit auch recht kurzfristig organisieren, erklärt Torsten Pilz. "Die liegt zuhauf brach, die Leute sind im Standby-Modus." Bei aller Enttäuschung über die kurzfristige Eisbahn-Absage, kann der Eisbahn-Macher der Situation auch etwas Gutes abgewinnen: Erstmals seit Jahren könne er die Adventssonntage und Heiligabend in Familie verbringen. "Da stand ich sonst abends noch an der Eisbahn."

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