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Freibäder hoffen auf Saisonstart im Mai

Bei den ersten Betreibern im Altkreis Riesa laufen bereits die Vorbereitungen. Die SZ hat sich umgehört, wann angebadet werden könnte.

Jakob Hesse und Sandra Dorn bereiten das Nixenbad in Strehla für die Badegäste vor. In Strehla hofft man auf eine Öffnung zum 1. Juni.
Jakob Hesse und Sandra Dorn bereiten das Nixenbad in Strehla für die Badegäste vor. In Strehla hofft man auf eine Öffnung zum 1. Juni. © Sebastian Schultz

Altkreis Riesa. Die gute Nachricht zuerst: Wenn es aufgrund der Corona-Regeln möglich ist, dann kann ein Freibad der Region Riesa schon Mitte Mai die ersten Badegäste empfangen. Peter Schmale, seit Mai 1980 Schwimmmeister im Natur- und Waldbad Glaubitz: "Unsere Vorbereitungen sind abgeschlossen. Wir müssen nur noch etwas mehr Wasser anstauen. Der Hygieneplan ist so wie 2020. Im Vorjahr konnten wir bis zu 1.000 Besucher einlassen. Bei der Gästezahl hatten wir im Vorjahr kaum Einbußen. Aber leider fiel das beliebte Open-Air-Festival aus, bei dem wir auch viele Besucher hatten."

Ursprünglich hatte er auf eine Eröffnung am 15. Mai gehofft. Weil die coronabedingten Einschränkungen aber bis 30. Mai verlängert wurden, wird daraus nichts. Bäder dürfen derzeit nur für die medizinische Rehabilitation und schulischen Schwimmunterricht öffnen. Ausnahmen gibt es auch für Rettungsschwimmer und Lehrkräfte. Für Freibäder soll es in der nächsten Schutzverordnung ab dem 31. Mai eine Perspektive geben, heißt es.

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Der Badespaß in Strehla wird teurer

Im Strehlaer Nixenbad laufen auch schon die Vorbereitungen. Hauptamtsleiter Sandro Kühn von der Stadtverwaltung Strehla: "Wir bereiten uns auf eine Öffnung ab 1. Juni vor. Das Hygienekonzept orientiert sich an dem von 2020. Wir können maximal 300 Personen einlassen. Im Vorjahr gab es einige Tage, an denen wir dieses Maximum erreicht haben. Insgesamt war das Bad trotz Corona gut besucht."

Ob der Babybeckenbereich auch 2021 geschlossen bleibt, ist noch offen. Die wichtigste Änderung für die Badegäste ist die Anhebung der Eintrittspreise um teilweise 50 Prozent. Grund ist die nötige Anpassung an die Betriebskosten. "Die Preise stammen noch aus den 90er Jahren", sagt Kühn. So kostet in diesem Jahr beispielsweise eine Jahreskarte für Kinder 30 statt bisher 20 Euro.

Blick ins Nixenbad Strehla. Bis zu 300 Menschen dürfen hier laut Hygienekonzept gleichzeitig baden.
Blick ins Nixenbad Strehla. Bis zu 300 Menschen dürfen hier laut Hygienekonzept gleichzeitig baden. © Sebastian Schultz

Riesaer Badbetreiber sucht einen Gärtner

Reiner Striegler, Geschäftsführer der Magnet Riesa GmbH, ist nicht besonders glücklich mit der aktuellen Situation in der Corona-Pandemie. "Rufen Sie bitte in Berlin an!" Das ist seine Antwort auf die Frage, wann in diesem Jahr das Riesaer Freibad im Stadtteil Weida öffnen kann. Dass auch die Magnet-Gastronomie wie das Panama Joe im Riesenhügel dicht ist, oder das Hotel Mercure ebenso betroffen ist von den Beschränkungen, steigert Reiner Strieglers Laune auch nicht.

Nun zum Freibad Weida, das möglicherweise im Juni öffnen könnte – wenn die Regierung nicht weiter dazwischenfunkt. "Klar passiert da immer was im Bad. Es müssen schließlich die Grünflächen gepflegt werden", sagt Reiner Striegler, der in diesem Jahr auch gern einen neuen Gärtner für das Bad einstellen möchte. "Der muss erstmal eingearbeitet werden und soll dann ab 2022 die Aufgaben allein übernehmen."

Doch bevor es in Weida mit dem Badebetrieb losgehen kann, muss zunächst das Wasser von 2020 aus den Becken abgelassen werden. Danach folgen die Grundreinigung und Neubefüllung. Auch die gesamte Chlor-Technik muss überprüft werden. "Das alles dauert zwischen drei und vier Wochen", sagt Striegler, der sich 2020 trotz Corona immerhin über eine ordentliche Freibadsaison freuen konnte. "Wir hatten einen Monat länger auf als sonst und es war eine relativ gute Saison mit über 20.000 Besuchern. Auch der Trainingsbetrieb der Schwimmer vom SC Riesa fand bei uns statt."

Ehe es in Riesa-Weida losgehen kann, muss das Wasser vom Vorjahr abgelassen werden. Insgesamt müsse man mit einem Vorlauf von drei bis vier Wochen rechnen, ehe das Bad bereit ist, teilt der Betreiber mit.
Ehe es in Riesa-Weida losgehen kann, muss das Wasser vom Vorjahr abgelassen werden. Insgesamt müsse man mit einem Vorlauf von drei bis vier Wochen rechnen, ehe das Bad bereit ist, teilt der Betreiber mit. © Sebastian Schultz

Naturbad Goltzscha öffnet etwas später

Im südöstlich von Nünchritz gelegenen Naturbad Goltzscha wird auch schon fleißig auf eine mögliche Öffnung hingearbeitet. "Derzeit wird alles saubergemacht", berichtet der Nünchritzer Bürgermeister Gerd Barthold, der für Goltzscha zuständig ist. Öffnungszeiten und Eintrittspreise haben sich nicht verändert. "Wir haben nur noch kein Wasser eingelassen wegen der Blaualgenbildung. Das ist aber kein Problem. Ich bin optimistisch und peile den 1. Juni als Eröffnungstermin an, auch wenn wir sonst immer schon Mitte Mai geöffnet hatten." Im Naturbad Goltzscha gibt es unter anderem – wie auch in den meisten anderen Freibädern – ein Sprungbrett, eine Rutsche, einen Volleyballplatz oder auch eine Tischtennisplatte samt kleinem Bolzplatz.

Noch ein kleiner Ausblick in die Region. Das Großenhainer Naturerlebnisbad ist startklar und könnte am 15. Mai öffnen, wie Schwimmmeister Martin Lehmann gegenüber der SZ erklärte. Im Mügelner Stadtbad sind die beiden Schwimmmeister Martin Zapf und Klemens Paulin noch mit Reinigungsarbeiten beschäftigt. Dort rechnet man mit einer Öffnung Anfang Juni.

Sobald es Temperaturen von 20 bis 25 Grad gibt, öffnet auch das 30 Kilometer von Riesa entfernte Naturbad Luppa bei Dahlen seine Pforten. "Unsere Eintrittspreise bleiben mit zwei Euro pro Person ab sieben Jahren gleich", sagt Schwimmmeister Holger Kühn, dessen Bad über eine Wasserfläche von 35 Hektar und 1.500 Meter Sandstrand mit großem FKK-Bereich verfügt. "Wir hoffen, dass es Ende Mai losgehen kann mit dem Badebetrieb. Bei uns verteilen sich die Gäste auf einem sehr großen Bereich. 2020 lag der Tagesrekord bei 1.700 Besuchern."

Neuerdings gibt es im Naturbad Luppa einen Kinderspielplatz, Outdoor-Sportgeräte und – zusätzlich zu den schwimmenden Plattformen – auch neue Schwimmmatten für Wasserratten, die sich mitten auf dem großen See ausruhen wollen. Bleibt nun abzuwarten, welche Entscheidungen die Politik im Wonnemonat Mai für die Freibadbetreiber auf Lager hat.

Eintrittspreise Einzel und Jahreskarten (Erw./Kinder):

  • Weida: 4,-+75,-/2,50+40,-
  • Glaubitz: 3,-+60,-/1,50+30,-
  • Goltzscha: 2,-+40,-/1,-+20,-
  • Strehla: 3,50+62,-/1,50+30,-

Öffnungszeiten vor den Sommerferien:

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Die Vorbereitungen in Weida laufen auf Hochtouren. Ein neuer Gärtner ist schon da.

  • Weida: täglich 10-19 Uhr
  • Glaubitz: Mo.-Fr. 13-18 Uhr/Sa.+So. 10-18 Uhr
  • Goltzscha: Mo.-Fr. 13-18 Uhr/Sa.+So. 10-19 Uhr
  • Strehla: Mo. geschlossen/sonst 12-19 Uhr

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