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Jugendcafé öffnet erst im Herbst

Die Pandemie hat den Umbau der ehemaligen "Rumpelkammer" in Riesa ausgebremst. Drinnen hat sich trotzdem schon einiges verändert.

Vanessa Sprößig genannt Conrad (l.) und Klara Schlichting zeigen die Plakette von "Ab in die Mitte". Der Wettbewerb hatte die Finanzierung für den Jugendladen weitgehend gesichert.
Vanessa Sprößig genannt Conrad (l.) und Klara Schlichting zeigen die Plakette von "Ab in die Mitte". Der Wettbewerb hatte die Finanzierung für den Jugendladen weitgehend gesichert. © Sebastian Schultz

Riesa. Die Siegerplakette aus dem Wettbewerb "Ab in die Mitte" ist schon da, nur die Eröffnung des Jugendcafés am Alexander-Puschkin-Platz in Riesa wird noch etwas auf sich warten lassen. Nachdem die Idee eines Jugendtreffs, der mit den jungen Riesaern gemeinsam gestaltet wird, 2019 beim Städtewettbewerb den ersten Preis eingeheimst hatte, folgte nun die offizielle Auszeichnung - mit Vertretern der Wettbewerbsjury, der Stadt - und mit Jugendlichen.

Im vorderen Bereich des Ladens sind die Arbeiten schon abgeschlossen, dort hatten die Jugendlichen selbst angepackt. "Die größte Herausforderung war es ,Räumlichkeiten und Sponsoren zu finden, und den Rauchgeruch herauszubekommen", erzählt Klara Schlichting. Auch jetzt suche man noch eine Küchenzeile und Holzdielen. Helfer sind auch nach wie vor gern gesehen, bislang kümmert sich ein fester Kern aus fünf bis sechs Jugendlichen um den Umbau - fast alle seien Mädchen.

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Von außen kündigen die bunten Scheiben schon den Jugendladen an.
Von außen kündigen die bunten Scheiben schon den Jugendladen an. © Sebastian Schultz
Der Thekenbereich ist schon weitgehend fertig, auch die Brandschutzdecke hängt.
Der Thekenbereich ist schon weitgehend fertig, auch die Brandschutzdecke hängt. © Sebastian Schultz
Geplant sei es noch, die Scheiben für etwas mehr Privatsphäre zu folieren.
Geplant sei es noch, die Scheiben für etwas mehr Privatsphäre zu folieren. © Sebastian Schultz
Derzeit wird im Sanitärbereich gearbeitet. Das übernehmen Fachfirmen. Anderswo waren die Jugendlichen unter Anleitung zugange.
Derzeit wird im Sanitärbereich gearbeitet. Das übernehmen Fachfirmen. Anderswo waren die Jugendlichen unter Anleitung zugange. © Sebastian Schultz
Neben kleinen Spielen soll es auch einen Rückzugsraum geben.
Neben kleinen Spielen soll es auch einen Rückzugsraum geben. © Sebastian Schultz

Die Brandschutzdecke ist eingebaut. Momentan arbeiten Fachfirmen daran, die Sanitäranlage behindertengerecht umzubauen. Dafür bekommt die Stadt noch einmal zusätzlich Fördergeld aus dem "Lieblingsplätze"-Programm des Landes. Dazu kommen noch die 30.000 Euro aus dem Wettbewerb sowie Eigenmittel der Stadt.

Während die Fensterfront noch foliert werden soll, gibt es für die Einrichtung des Treffpunkts schon einige Ideen und Wünsche. Sitzmöglichkeiten, PC-Plätze, ein Kicker zum Selbstbauen und ein Dartsspiel sollen noch folgen, sagt Felix Hiepler, der als Sozialpädagoge erwachsener Ansprechpartner vor Ort ist.

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