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Linke will FVG Riesa durchleuchten

Der Stadtrat soll sich mit der Zukunft des Arenabetreibers befassen, fordert die Fraktion - und will vor allem Zahlen sehen.

In vielen Einrichtungen der FVG Riesa muss mittelfristig investiert werden - nicht nur in die Sachsenarena. Nun soll sich der Stadtrat mit der Zukunft der Gesellschaft befassen.
In vielen Einrichtungen der FVG Riesa muss mittelfristig investiert werden - nicht nur in die Sachsenarena. Nun soll sich der Stadtrat mit der Zukunft der Gesellschaft befassen. © Klaus-Dieter Brühl

Riesa. Der Riesaer Stadtrat soll sich in der nächsten Zeit intensiver mit der Zukunft der städtischen Förder- und Verwaltungsgesellschaft (FVG) befassen. Einen entsprechenden Antrag dazu hat die Linke-Stadtratsfraktion gestellt. 

Die Fraktion fordert in der Beschlussvorlage, der Stadtrat möge sich "zeitnah mit möglichen Perspektiven der FVG" befassen. Man wisse  seit Längerem, dass die Rücklagen der Gesellschaft schwinden, sagt Linke-Fraktionschefin Uta Knebel dazu. Ihre Fraktion hatte in der Vergangenheit bereits öfter darauf hingewiesen. Aus ihrer Sicht ist in dem Zusammenhang aber bisher zu wenig passiert. Mittlerweile komme zusätzlich noch die Corona-Krise dazu, die die Situation für die FVG verschärft und gleichzeitig auch für die städtischen Finanzen nicht folgenlos bleibt. 

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Linke will langfristige Perspektive für Kultureinrichtungen

Vor allem konkrete Einblicke in die Zahlen erhofft sich die Linke. Im Antrag ist nicht nur gefordert, "die möglichen Entwicklungen (...) mit ihren Auswirkungen auf den Haushalt der Stadt darzustellen". Auch die einzelnen von der FVG betriebenen Sparten sollen jeweils getrennt aufgelistet sein, unter anderem samt der noch ausstehenden Investitionen für Instandhaltung, ebenso wie die Personalkosten. Es gehe darum, Angebote zu sichern, so Knebel. "Kultur ist ein Zuschussgeschäft, das ist auch nicht schlimm. Aber wir müssen darüber reden, wie wir das langfristig sichern können." Sonst werde es womöglich zunehmend schwer, geeignetes Personal zu finden oder zu halten. 

Über die Zukunft der einzelnen Bereiche soll der Stadtrat laut Antrag zunächst nur intern beraten, also nichtöffentlich. Ziel sei es, aus diesen Beratungen wiederum weitere Maßnahmen abzuleiten oder die Ergebnisse im Haushalt zu berücksichtigen. 

Die FVG Riesa ist als Betreiber unter anderem für die Veranstaltungshallen Stern und Sachsenarena zuständig. Sie betreibt darüber hinaus den Klosterkomplex samt Tierpark sowie Museum und Bibliotheken.  

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