merken
PLUS Riesa

Giftköder angeblich in Strehla entdeckt

Vor allem Hundebesitzer sorgen sich um ihre Lieblinge. Die Stadt geht einem Hinweis nach. Aber ohne Erfolg. Alles nur ein schlechter Scherz?

Strehlaer Hundehalter müssen momentan sehr vorsichtig beim Gassigehen sein. Denn an der Elbe soll jemand vergiftete Köder ausgelegt haben.
Strehlaer Hundehalter müssen momentan sehr vorsichtig beim Gassigehen sein. Denn an der Elbe soll jemand vergiftete Köder ausgelegt haben. © Klaus D.Bruehl

Strehla. Ein Gerücht hat sich am Montag in Riesa und Umgebung verbreitet. Danach sollen an der Elbe bei Strehla Giftköder gefunden worden sein. Eine scheinbar besorgte Tierliebhaberin hatte diese Nachricht auf einer bekannten Riesaer Facebookseite veröffentlicht und eindringlich gemahnt, auf Hunde und Katzen aufzupassen oder die Gegend erst mal zu meiden.

Mehrere Leser dieser vermeintlich seriösen Nachricht reagierten sofort besorgt und empört zugleich. Erst recht, als eine weitere Frau berichtete, dass der Hund einer Freundin auch in Strehla an der Elbe vergiftet wurde. Sie und ihre Kinder, denen das Tier gehöre, seien mit dem Hund beim Notarzt gewesen und mussten dann in die Tierklinik Leipzig fahren. "Gott sei Dank ist der Hund wieder auf den Beinen."

Anzeige
Haben Demokraten Feindbilder?
Haben Demokraten Feindbilder?

Professor Armin Nassehi der LMU München spricht in einer kostenfreien Online Diskussion am 9. März über die offene Gesellschaft und ihre Feinde.

Auf die Anfrage, wo denn genau die Giftköder gefunden wurden, gibt es allerdings keine Auskunft. Auch über das Aussehen der Köder fehlen Hinweise. So vermutet jemand, dass es sich ja auch um die Tollwutimpfung für Füchse handeln könnte. Ein anderer will die Information an einer Mitarbeiterin der Strehlaer Stadtverwaltung weitergeben.

Kontrollfahrt zum Glück ergebnislos

Die SZ fragte im Strehlaer Rathaus nach. Dort bestätigt Bürgermeister Jörg Jeromin, dass sich tatsächlich jemand im Hauptamt gemeldet habe und die Geschichte von den Giftködern an der Elbe erzählt habe. Die Person konnte aber weder sagen, von wem diese Information stammt, noch, wo die Köder genau gefunden wurden.

"Deshalb haben wir sofort Mitarbeiter des Bauhofs losgeschickt, um nachzusehen, ob an dem Gerücht was dran ist", sagt Jeromin. "Aber sie haben nichts gefunden."

Zum Glück. Denn die Elbwiesen sind für die hundefreundlichen Strehlaer ein wichtiger Ort zum Spazierengehen mit ihren Vierbeinern. Und auch die hiesigen Katzenfreunde können aufatmen, falls sich in den nächsten Tagen nicht doch noch jemand meldet, der zweifelsfrei einen hiesigen Fundort für Giftköder nachweisen kann.

Momentan sieht es eher danach aus, als ob sich Unbekannte mit den Sorgen der Strehlaer Hunde- und Katzenbesitzer einen schlechten Scherz erlaubt haben.

Mehr lokale Nachrichten aus Riesa lesen Sie hier.

Mehr lokale Nachrichten aus Großenhain lesen Sie hier.

Mehr lokale Nachrichten aus Meißen lesen Sie hier.

Mehr lokale Nachrichten aus Radebeul lesen Sie hier.

Mehr zum Thema Riesa