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Wegen Tierschutz: Glaubitz strebt ein Feuerwerkverbot an

Mehrere Haustierbesitzer und Storchenfreunde haben im Glaubitzer Gemeinderat gefordert, Feuerwerke zu untersagen. Ab wann könnte es gelten?

Von Jörg Richter
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Feuerwerke im Sommer, so wie hier bei einem früheren Kinderfest vorm Filmpalast in Riesa, sollen in Glaubitz verboten werden.
Feuerwerke im Sommer, so wie hier bei einem früheren Kinderfest vorm Filmpalast in Riesa, sollen in Glaubitz verboten werden. ©  Archiv: Sebastian Schultz

Glaubitz. Die Videobilder aus dem Glaubitzer Storchenhorst beschäftigen noch immer viele Einwohner. Am 1. Juni hatte es im Dorf mehrere Feuerwerke gegeben. Die Filmaufnahmen zeigen, wie beunruhigt die Storchenmutter ist und sich schützend über ihre drei Küken beugt.

Nico Schirmer, auf dessen Grundstück die Glaubitzer Störche brüten, hat das Video ins Internet gestellt, um darauf aufmerksam zu machen, wie sehr die Vögel unter der Knallerei leiden. Mittlerweile haben sich mehrere Besitzer von Hunden und Katzen sowie andere Tierfreunde aus dem Ort mit Schirmer solidarisiert. Gemeinsam sind sie am Montagabend auf der Gemeinderatssitzung gewesen, um ein sofortiges Feuerwerkverbot zu fordern.

In der Bürgerfragestunde ergriff als Erster Nico Schirmer das Wort. "In den letzten Jahren sind es immer mehr Feuerwerke geworden. Darunter leiden nicht nur die Störche, sondern auch Katzen, Hunde und nicht zuletzt kleine Kinder, die eigentlich schlafen sollen", sagt er, "Jetzt ist die Spitze erreicht."

Anwohner: "Muss das sein?"

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