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Glaubitzer Sackgassenschilder stehen bereit

Ab Montag sind beide Bahnübergänge zu. Dann gilt die Umleitung über Zeithain. Und was machen die Reisenden am Haltepunkt, die auf die andere Seite wollen?

Ab 15. März sind die Bahnübergange in Glaubitz für den Verkehr geschlossen.
Ab 15. März sind die Bahnübergange in Glaubitz für den Verkehr geschlossen. © Jörg Richter

Glaubitz. Es ist so weit. Die angekündigte Schließung der beiden Glaubitzer Bahnübergänge steht kurz bevor. Ab Montag sollen sie für den Verkehr unpassierbar sein. Dann sind die Bahnhofstraße und die Poststraße von beiden Seiten eine Sackgasse. Und das voraussichtlich bis Ende April.

Hintergrund sind Vorarbeiten für den Gleisbau, der im September beginnen soll. Die Wasserversorgung Riesa-Großenhain und die SachsenEnergie (ehemals Enso) müssen Leitungen neu verlegen. Die mit dem Tiefbau beauftragte Mühlbacher Baufirma Tieku muss dazu in den beiden Straßen schachten und hat schon mal alle Umleitungsschilder in Stellung gebracht.

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Die offizielle Umleitung für Kraftfahrzeuge verläuft über die B 169 bei Zeithain. Sie ist vor allem für große Lkws gedacht. Für kleinere Verkehrsmittel, wie Pkw, Moped oder Fahrrad, bleibt aber die Straßenunterführung an der Nünchritzer Schule weiterhin offen. Auch der Schulbus kann dort nach wie vor hindurchfahren. Die zeitgleiche Sperrung der beiden Bahnübergänge ist ein Vorgeschmack auf die Sperrungen an Herbst, die voraussichtlich vier Jahre andauern werden.

Fußgänger und Radfahrer dürfen durch

Ein SZ-Leser fragte in der Redaktion an, ob es bei der Sperrung der Bahnübergänge nicht auch Ausnahmen für Fußgänger und Radfahrer gebe. "Bei einer kompletten Schließung wäre ja der Bahnhaltepunkt in Glaubitz praktisch nicht nutzbar", argumentiert er. "Um zum richtigen Gleis bzw. nach der Fahrt zurück zum Fahrrad oder Auto zu kommen, wäre ja sonst ein fünf Kilometer langer, einstündiger Fußweg über Nünchritz erforderlich."

Laut einer Bahnsprecherin ist dies aber nicht nötig. "Die Bahnübergänge bleiben die meiste Zeit für den nicht motorisierten Verkehr geöffnet", sagt sie. Demnach dürfen nicht nur Bahnreisende, die auf den anderen Bahnsteig wollen, die geöffneten Schranken passieren, sondern auch jeder andere Fußgänger und Radfahrer.

Nur während der Sperrungen 16. bis 19. und 21. bis 23. April, in denen kein Zugverkehr stattfindet und große Baumaschinen im Einsatz sind, werden die Bahnübergänge auch zeitweise für alle Verkehrsteilnehmer geschlossen sein.

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