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Riesa

Gröditzer Bahnhof wird umgebaut

In diesem Jahr soll das Ein- und Aussteigen barrierefrei möglich werden. Ein wenig wird es bis dahin aber noch dauern.

Von Jörg Richter
 2 Min.
Für einige Bahnreisende ist der Einstieg an der Haltestelle Gröditz noch umständlich. So wie hier für ein kleines Mädchen im September 2019. Damals wurde erstmals bekannt, dass der Bahnsteig barrierefrei werden soll.
Für einige Bahnreisende ist der Einstieg an der Haltestelle Gröditz noch umständlich. So wie hier für ein kleines Mädchen im September 2019. Damals wurde erstmals bekannt, dass der Bahnsteig barrierefrei werden soll. © Archivfoto: Eric Weser

Gröditz. Kleine Fahrgäste und Rollstuhlfahrer haben es am Gröditzer Bahnhof schwer, in den Zug zu steigen. Sie brauchen Hilfe, um die etwa 50 Zentimeter Höhenunterschied zwischen Bahnsteig und Türöffnung zu bewältigen. Das macht das Bahnfahren von und nach Gröditz nicht gerade leicht.

Damit soll spätestens Ende des Jahres Schluss sein. Wie der Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) bestätigt, soll der Bahnsteig am Haltepunkt Gröditz modernisiert werden. Finanziell unterstützt wird das Bauvorhaben vom Freistaat Sachsen. Das Land investiert in diesem Jahr 12,5 Millionen Euro in den Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV).

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Für insgesamt 1,2 Millionen Euro soll dabei der Bahnsteig in Gröditz neu gebaut werden. Rund 474.000 Euro steuert das Land dazu bei. Das teilt das Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr in Dresden mit. Das Vorhaben ist Teil des "Stationsprogramms im Nahverkehrsraum Oberelbe" zwischen dem Verkehrsverband Oberelbe (VVO) als Aufgabenträger des Schienenpersonennahverkehrs und der DB Station & Service AG.

Die Stärkung des ÖPNV sowie die Förderung eines barrierefreien Zugangs zu Verkehrsanlagen und Informationen für jeden sei ein wesentlicher Handlungsschwerpunkt im laufenden Doppelhaushalt des Freistaates Sachsen, so ein Ministeriumssprecher. Rund 130 Millionen Euro standen 2021 für die Förderung von ÖPNV-Vorhaben von Kommunen und Verkehrsunternehmen zur Verfügung.

"Wir halten auch in diesen pandemiebedingten schwierigen Zeiten an der Unterstützung und einer hohen ÖPNV-Förderung fest. Denn der Aus- und Neubau des öffentlichen Nahverkehrs ist eine wichtige Voraussetzung für das Gelingen der Verkehrswende", sagt Sachsens Verkehrsminister Martin Dulig (SPD). "Daher freue ich mich, dass wir weitere Vorhaben zur Verbesserung des ÖPNV mit insgesamt 12,5 Millionen Euro unterstützen können."

Das meiste Geld davon geht in die drei sächsischen Großzentren Chemnitz, Leipzig und Dresden. So erhält die Chemnitzer Verkehrs-Aktiengesellschaft Fördermittel in Höhe von 1,6 Millionen Euro für eine CNG-Betankungsanlage für Omnibusse sowie weitere rund sechs Millionen Euro für die Modernisierung einer Straßenbahnstrecke nach Gablenz. Die Dresdner Verkehrsbetriebe bekommen rund 2,4 Millionen Euro für den Ausbau der Gleisschleife Kleinzschachwitz. Die Leipziger Verkehrsbetriebe erhalten rund drei Millionen Euro Fördermittel für den grundhaften Gleisbau im Stadtgebiet.

Bereits im September 2019 hatte der VVO angekündigt, dass der Bahnsteig in Gröditz 2022 neu gebaut werden soll. Das soll nun wahr werden. Gebaut werden soll voraussichtlich von Juli bis spätestens November.

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